ArchivDeutsches Ärzteblatt6/1997Genomanalyse, Gentherapie und forensische Medizin: Medizinische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ethische Aspekte

MEDIZIN: Kongressberichte und -notizen

Genomanalyse, Gentherapie und forensische Medizin: Medizinische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ethische Aspekte

Rittner, Christian

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LNSLNS Unter der Leitung von C. Rittner, Mainz, und P. Schneider, Mainz, und unter Mitwirkung von P. Schölmerich fanden am 18. und 19. Oktober 1996 in Mainz ein Symposium und ein europäisches Expertengespräch zu medizinischen, ethischen und rechtlichen Aspekten der Genomforschung, Gentherapie und DNA-Datenbanken statt.
Die Problematik ist in vielfältiger Weise von besonderer Aktualität: Einerseits sind die Erwartungen in das humane Genomprogramm sehr groß und dürften bis zum Jahre 2005 im Hinblick auf die Entzifferung des genetischen Codes aller drei Milliarden Basenpaare des Menschen erfüllbar sein. Fachkenner wissen aber, daß die Herausforderung eigentlich in der Definition von Struktur und Funktion aller 50 000 bis 100 000 menschlichen Gene liegt. Noch höher sind die Erwartungen der Öffentlichkeit, vor allem betroffener Patienten, in die Fortschritte der Gentherapie, die aber nach einem Bericht von S. H.
Orkin und A. G. Motulsky (report and recommendations of the panel to assess the NIH investment in research on gene therapy, 7. Dezember 1995) eher zu wünschen übrig lassen.
Andererseits müssen Grundrechte bei DNA-Untersuchungen in besonderer Weise geschützt werden; Öffentlichkeit und Politik fordern von der Wissenschaft erneut Rechenschaft über ihr Vorgehen im Rahmen der Forschungsfreiheit. Soweit die Anwendung im Strafrecht - Paragraph 81a der Strafprozeßordnung (StPO) - von Bundesgerichtshof (BGH) und Bundesverfassungsgericht (BVerfG) für unbedenklich erklärt wurde, sollte ein europäisches Expertengespräch - gerade auch im Hinblick auf die noch umstrittene Convention on Human Rights and Biomedicine, Straßburg, November 1996 - Klarheit über die Zulässigkeit von Gendaten- und DNABanken innerhalb der Europäischen Union ergeben. Als Rechtsmaterie auch in Deutschland noch teilweise Neuland, waren Fragen zur DNA-Analyse bei Einstellungen, Abschluß von Lebensversicherungen sowie das weite Feld der Patentierung von Genen und Gensequenzen zu ergründen. Hierzu war die Politik zur Stellungnahme aufgerufen. Schließlich sollte das ganze in einen ethischen Kontext gestellt werden, in dem Menschenwürde und selbstbestimmtes Lebensrecht Schutz verlangen.


Medizinische Aspekte
Als eine "Revolution ohne Paradigmenwechsel" (Habermann) schilderte Vogel, Heidelberg, die Entwicklung der Humangenetik in Deutschland und weltweit: Von der Zwillingsforschung und Stammbaumanalyse führte der Weg zur Entzifferung des genetischen Codes, die bislang schon Sequenzen mehrerer tausend Gene erbracht hat. Präzision und Ertrag dieser internationalen Anstrengung liegen derzeit im Bereich monogener Erkrankungen. Als Prüfstein in nächster Zukunft sind die großen "Volkskrankheiten" Infektion, Rheuma und Krebs in ihrer multigenen Veranlagung zu kennzeichen. Zunächst schafft das Genomprogramm nationale Resourcenzentren, in denen Genombanken bereitgehalten, berechtigten Teilnehmern zur Verfügung gestellt und mit maschineller Hilfe sequenziert werden (Lehrach, Berlin). Erst da beginnt das Interesse an einer Unterscheidung "interessanter" und "uninteressanter" Gene, wenn es solche überhaupt geben sollte (Rajewski, Köln). Einen Schlüssel zur Funktionsbestimmung stellt das "conditional gene targeting" dar, ein Weg ins nächste Jahrhundert zur Entwicklung neuer Therapieformen auch beim Menschen. Die Erfolge an Mausembryonalzellen lassen sich jedoch bislang weder experimentell noch im Rahmen gesetzlicher Schranken auf den Menschen übertragen. Wie eng das Embryonenschutzgesetz in Deutschland diese Grenzen zieht, indem es jede Art von Forschung an Präembryonen und Embryonen verbietet, die andereeuropäische Länder wie Belgien und Großbritannien innerhalb enger zeitlicher Grenzen jedoch zulassen, erfuhr das Auditorium von einem in der Fortpflanzungsmedizin tätigen, jungen Gynäkologen (Ludwig, Lübeck). Embryonenforschung ist notwendig zur Verbesserung der Techniken der In-vitro-Fertilisation, der Präimplantationsdiagnostik und der Gentherapie. Die Diskussion über das "absolut Notwendige" mußte kontrovers bleiben, zeigte aber den dringend notwendigen, interdisziplinären Diskurs über den Wandel ethischer Ansätze, vor allem aus der Sicht der betroffenen Paare, die eine Anwendung aller Mittel zur Verhinderung behinderten Nachwuchses in Zukunft fordern könnten. Vorimplantationsselektion ist gegen späteren Schwangerschaftsabbruch abzuwägen und gegebenenfalls aus Sicht des Klinikers vertretbar.
Gentherapie ist in Deutschland nach wie vor in klinischer Erprobung; der zentralen Zulassungskommission liegen bislang neun Anträge vor (Mertelsmann, Freiburg). Sie ist wirksam, wenn die Anwendung gentechnischer Heilmaßnahmen topisch erfolgt (etwa zur Beeinflussung von Zellzyklusgenen bei maligner Transformation) (Huber, Mainz). Sie kann am Tiermodell sicher nachgewiesen werden (mit AntisenseOliogonukleotiden bei experimentell erzeugter Darmentzündung) (Neurath, Mainz).


Gesellschaftspolitische Aspekte
Die gentechnische Herstellung von Arzneimitteln und ihr gesellschaftlicher Nutzen standen im Vordergrund der Diskussion, vor allem, wenn Erwartungen der Öffentlichkeit gegen scheinbare oder tatsächliche Risiken in ein rationales Verhältnis gesetzt werden. Es zeigte sich, daß sich nach einer Umfrage von Emnid inzwischen 75 Prozent der Befragten zu einer wirtschaftlichen Verwendung der Gentechnologie zum Nutzen der Patienten bekennen. Aufklärungsversuche stoßen aber an Grenzen. Durch Abhilfe bei Überregulierung (Gentechnikgesetz) und intensive Erarbeitung europäischer Richtlinien (Biotechnologie-Patentrichtlinie) können Hindernisse abgebaut werden (Krebs, Ingelheim). Unternehmensentscheidungen sind jedoch oft schon im Vorfeld gesetzlicher Regelung zu treffen, wenn Forschungs- und Produktionsstandorte im Blick auf die Kosten evaluiert werden. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung müßten Industrie und Forschung, aber auch Politik, Behörden und Medien gemeinsam ringen. Schnelles Handeln sei bei Patentierungen geboten, wenn der Schutz der Erfindung nur kurzfristig geheimzuhalten sei. Die Aufgabe der Politik ist der Schutz der Bevölkerung vor Risiken, insbesondere bei Einsatz der Gendiagnostik bei den Einstellungs- und arbeitsmedizinischen Untersuchungen (Catenhusen, Bonn). Von seiten des Bundesministeriums für Gesundheit wurden Gen(om)analyse und -diagnostik wie auch gentherapeutische Ansätze in den Kontext unterschiedlicher Gesundheitskonzepte gestellt. Die molekulare Medizin steht unter der Ägide der Qualitätssicherung, der Gesundheitssystemforschung, der Überwachung durch die ärztliche Selbstverwaltung und - last, but not least - unter den Vorgaben der Gesundheitspolitik (Winter, Bonn).


Rechtliche Aspekte
Nach einer Periode teilweise sehr kritischer, aufgeregter Äußerungen im juristischen Schrifttum über die "Gefahren" der Genomanalyse war jetzt die Gelegenheit für eine ausgewogene Übersicht über die Anwendung im arbeitsrechtlichen, straf- und zivilrechtlichen Bereich, die Simon (Lüneburg) erstellte. Es zeigte sich, daß sich ein "neues" Rechtsgebiet im Vorfeld und begleitend zur Spruchpraxis von Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht entwickelt hat. Die allfällige Frage zur Notwendigkeit gesetzlicher Maßnahmen zum Schutz des Persönlichkeitsrechts wurde von dem Referenten differenziert beantwortet: Einerseits wird die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Paragraph 81a der Strafprozeßordnung als problematisch bezeichnet, andererseits seien auch die Ansätze de lege ferenda nicht ausgereift, weil die Materie, die zu regeln sei, zunehmend schwieriger wird und gleichzeitig zu rasch fortschreitet, so daß sich Bundestag und Bundesrat bis heute nicht abschließend geäußert haben (siehe Verabschiedung des Gesetzes über den genetischen Fingerabdruck am 6. 12. 96 im Bundestag). Am Beispiel des Embryonenschutzgesetzes zeigt sich, daß eine zu frühe Festlegung des Gesetzgebers im Sinne von Verboten eher problematisch ist.
Am Beispiel des ehemaligen Patienten John Moore aus Kalifornien läßt sich leicht beweisen, daß im Einzelfall blindes Vertrauen in die verantwortungsvolle Handlungsweise von Ärzten nicht vor Irrtümern, ja Schaden schützt (Taupitz, Mannheim). Moore war an Leukämie erkrankt, und aus diesem Grund wurde seine Milz entfernt. Schon bei der Milzentnahme hatten die Ärzte den Verdacht, daß die hierin enthaltenen Leukozyten ein für das Immunsystem wichtiges Protein produzieren. Dieser Verdacht bestätigte sich, die Zellen wurden kultiviert und, ohne Moore zu unterrichten, kommerziell verwertet. Am Beispiel dieses Patienten ist auch eindrucksvoll nachzuweisen, daß sich aus anscheinend "überflüssigem" oder "übriggebliebenem" Material gegebenenfalls hohe wirtschaftliche Gewinne erzielen lassen, an denen der Patient als Inhaber von Rechten an seinen Zellen angemessen zu beteiligen ist. Dieser Fall sorgt für eine neue "Sensibilität" der Wissenschaft für die Herkunft und die Weiterverwendung zunächst aus diagnostischen Gründen gewonnenen Körpermaterials. Eine erweiterte Aufklärung des Patienten oder Probanden über den Forschungszweck und die Versicherung, daß eine kommerzielle Verwendung ausgeschlossen ist, dürften für den Regelfall einen ausreichenden Schutz des Forschers vor zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen und Schmerzensgeldforderungen oder gar strafrechtlicher Verfolgung bieten.
Von Patientenseite betrachtet, bestehen zunächst keine besonderen Probleme bei der Aufklärung im Hinblick auf die Einsichtsfähigkeit in die Ziele der Genomforschung und der Gentherapie (Kröber, Berlin). Sie muß allerdings nach Umfang und Nachvollziehbarkeit der Anknüpfungstatsachen besonders sorgfältig durchgeführt werden. Es liegt auf der Hand, daß dem Arzt und Forscher hier ein besonderer Vertrauensvorschuß entgegengebracht wird, der durch Sachkunde, wissenschaftliche Selbstkritik und Zurückhaltung erst zu rechtfertigen ist. Es zeigt sich aber, daß es lohnenswert ist, dem der Einwilligungsfähigkeit eigenen, komplexen Vorgang vom Verstehen der Information über deren rationale und subjektive Bewertung hin zur Bestimmbarkeit des Willens und Entscheidungsfähigkeit im einzelnen nachzugehen.
Ein heißes Eisen packte Grunwald (Bonn) an mit der Frage nach der Patentierung von Genen und Gensequenzen. Er erwies sich als ehemaliges Mitglied des Vorstandes des Deutschen Krebsforschungszentrums und jetziger Generalsekretär der Deutschen Forschungsgemeinschaft als kompetenter Sachkenner. Er möchte die Patentierbarkeit von Genen auf die Funktionsebene beschränkt sehen. Die Anonymisierung der Sequenzen sei dabei unbedingte Voraussetzung. Zur Problematik einer möglichen zukünftigen Anfechtung von derartigen Patenten äußerten sich auch die anwesenden Bundesrichter des Patentsenates des Bundesgerichtshofes, Rogge und Scharer.
Wuermeling (Erlangen) führte in die ethische Problematik der Genforschung ein und machte deutlich, daß es sich um keine neue Ethik handelt. Die Neutralität der Persönlichkeit, ob Patient oder Beschuldigter, müsse gewahrt bleiben. Es gebe ein Recht auf Nichtwissen. Er warnte dabei vor den Gefahren einer "prädiktiven Medizin". Der Sozialethiker Altner (Heidelberg), Biologe und Theologe, bezeichnete den Laien als den "Fachmann für das Allgemeine" und forderte ein möglichst frühes Eingreifen einer informierten Öffentlichkeit in die Arbeit der Wissenschaftler. Forschungsfolgenabschätzung nach Abschluß wissenschaftlicher Innovation nütze nicht mehr. Die Öffentlichkeit müsse von pauschaler Verdächtigung dahin geführt werden, differenzierte Vorbehalte anmelden zu können. Genetische Forschung am Menschen bedürfe der kritischen Begleitung und sozialethischen Diskussion. In diesem Sinne forderte er im Anschluß an Catenhusen die Einrichtung einer (von Verbänden unabhängigen) Bundesethikkommission, ein Vorschlag, der bei zahlreichen Diskussionsrednern auf verständliche Vorbehalte stieß.
Zusammenfassend sahen die Veranstalter ihr Ziel erreicht, wonach das nur anscheinend bekannte Thema der Genomanalyse und Gentherapie durch interdisziplinäres Gespräch, auch zwischen verschiedenen Generationen, wieder auf eine kritische und kontroverse Diskussionsebene gehoben werden sollte.


DNA-Dateien und -Banken
Im Anschluß an das Symposium trafen sich Experten aus Polizei- und Universitätslabors aus 15 europäischen Ländern, der sogenannten EDNAP-Gruppe (= European DNA Profiling), in der Akademie in Mainz, um sich einen Überblick über die unterschiedliche Rechtslage in Europa zur Zulässigkeit der Errichtung von Datenbanken mit DNA-Informationen von Rechtsbrechern zu verschaffen. Das Thema des Treffens lautete: ethical and legal issues of DNA typing in forensic medicine. Das erzielte Ergebnis - ein fast vollständiger Überblick - übertraf in mancher Hinsicht die Erwartungen: In den meisten Ländern sind Gesetzesvorhaben, wenn überhaupt begonnen, noch nicht abgeschlossen. Nur vereinzelt ist die oberste Rechtsprechung so klar wie in der Bundesrepublik: DNA-Analyse in nichtkodierenden Abschnitten ja, aber nicht als isolierter Beweis. Mit einer Entscheidung vom August 1996 erkannte das Bundesverfassungsgericht, daß auch dann die Anordnung einer Blutentnahme nach Paragraph 81a Strafprozeßordnung bei einem Beschuldigten dessen Grundrechte nach Artikel 2, Absatz 2, Artikel 3 und 19 des Grundgesetzes nicht verletzt, wenn in einem Kapitalverbrechen Spermaspuren gesichert und DNA gewonnen wurden und aus der Bevölkerung nur Hinweise auf einen Porsche als Pkw und ein Münchner Kennzeichen vorliegen. Allerdings wird eine Änderung der Strafprozeßordnung seit drei Jahren im Bundestag und Bundesrat beraten. Das Bundesdatenschutzgesetz enthält keine Bestimmung zu DNA-Datenbanken. Sie werden daher nach herrschender Meinung für unzulässig gehalten. Als der deutschen Rechtslage ähnlich kann die Situation in der Schweiz und in Österreich bezeichnet werden.
Ein völlig anderes Szenario zeichnete hingegen D. J. Werrett für Großbritannien: Hier wurde 1994
eine nationale DNA-Datenbank eingerichtet. 1987 und 1993 waren die ersten Fälle von Vergewaltigung und Mord dadurch aufgeklärt worden, indem 5 000 männliche Einwohner von Leicestershire einem "genetischen Fingerabdruck" unterworfen wurden. Ein Täter hatte aufgrund des DNA-Beweises beide Verbrechen begangen; alle übrigen Männer wurden rasch von diesem schweren Tatverdacht entlastet. Inzwischen sind etwa 200 000 DNA-Proben eingegangen, von denen etwa die Hälfte untersucht, hiervon wieder etwa 20 Prozent nach den gesetzlichen Bestimmungen wieder entfernt und die Proben vernichtet wurden. In ungefähr 1 200 Fällen wurden Übereinstimmungen von neuen Spuren mit vorhandenen Profilen gefunden, in zirka 900 dieser Fälle zwischen verschiedenen Tatorten. Das Vorgehen ist doppelblind, mit zweitem Kontrollgang im Labor und anschließender Kontrolle durch ein zweites Labor. Finnland, Schweden und Dänemark werden voraussichtlich noch in diesem Jahr ein ähnliches Vorgehen beschließen. Eine völlig andere Situation stellt sich dagegen in Frankreich dar: Hier verbietet ein Gesetz aus dem Jahre 1994 jede DNA-Analyse aus medizinischen, wissenschaftlichen oder Rechtsgründen ohne Einwilligung des Betroffenen; ein staatlich anerkanntes Labor kann nur durch richterlichen Beschluß mit der Untersuchung beauftragt werden. Verstöße gegen diese Bestimmungen können mit Haftstrafe von einem Jahr und Geldstrafe von 100 000 FF geahndet werden. Hingegen ist die Errichtung von (DNA-)Datenbanken zulässig, wenn eine Kontrollkommission zugestimmt hat. Besondere Aktualität fand der Bericht von Leriche und Hoste über die augenblickliche Situation in Belgien. Die Suche nach den vermißten Kindern hat die Errichtung der seit 1992 in Vorbereitung befindlichen nationalen DNA-Datenbank erheblich beschleunigt. Im Jahr 1996 werden in sechs Labors voraussichtlich 2 000 gerichtliche Untersuchungen in insgesamt 15 000 Aktenfällen durchgeführt. Die Labors müssen akkrediert sein und unterliegen einer Qualitätskontrolle. Keine Gesetzesinitiativen werden derzeit aus Spanien, Portugal und Italien berichtet.
Zusammenfassend ergab diese Bestandsaufnahme ein sehr deutliches Nord-Süd-Gefälle innerhalb der Europäischen Union zur gesetzlichen Regelung für die Errichtung von DNA-Datenbanken, das eindeutig eine unterschiedliche Akzeptanz in der jeweiligen Bevölkerung widerspiegelt. Während in Großbritannien eine breite Mehrheit der Verfolgung von Straftätern den Vorrang einräumt, bestimmen in Frankreich und auch Italien eindeutig die Persönlichkeitsrechte den Gang des Verfahrens.


Prof. Dr. med. Christian Rittner
Direktor des Instituts für Rechtsmedizin
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Am Pulverturm 3
55131 Mainz

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