ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2006Arnold Graffi gestorben: Pionier der Krebsforschung

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Arnold Graffi gestorben: Pionier der Krebsforschung

Hibbeler, Birgit

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Arnold Graffi Foto: privat
Arnold Graffi
Foto: privat
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an Impfstoffen gegen humanpathogene Papillomviren. Die Vakzine sollen die Ausbildung von Gebärmutterhalskrebs verhindern. An der Erkenntnis, dass Viren eine karzinogene Wirkung haben können, war Prof. Dr. med. Arnold Graffi maßgeblich beteiligt. Der Krebsforscher verstarb am 30. Januar im Alter von 95 Jahren in Berlin.
Graffi, geboren in Bistriz (Rumänien), studierte von 1930 bis 1935 Medizin, an der Berliner Charité wurde er zum Dr. med. promoviert. Dort schloss er sich von 1937 bis 1939 dem Chirurgen Ferdinand Sauerbruch an. Nach seiner Habilitation erhielt Graffi 1948 einen Ruf an das Akademie-Institut für Medizin und Biologie in Berlin-Buch, war später Direktor des Instituts für Experimentelle Krebsforschung (heute Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch).
Er untersuchte nicht nur onkogene Effekte von Viren, sondern auch von chemischen Stoffen. Bereits 1940 stellte er eine Mutationstheorie der Krebsentstehung auf. BH
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