ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2006Gesundheitskarte: Einheitliche Versichertennummer

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Gesundheitskarte: Einheitliche Versichertennummer

Krüger-Brand, Heike E.

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Foto: ddp
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Umstellung auf neue Krankenversichertennummern fast abgeschlossen

Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) erhält jeder Bürger in Deutschland auch eine neue individuelle Krankenversichertennummer (KV-Nummer), die ihn sein Leben lang begleitet und auch beim Kassenwechsel erhalten bleibt. Die Umstellung von der alten auf die neue KV-Nummer soll für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen bis zum 31. März 2006 abgeschlossen sein. Das berichtet der AOK-Bundesverband auf seiner Website (www.aok-bv.de).
Bisher vergibt jede Krankenkasse separat für ihre Versicherten Nummern. Dieses System soll künftig durch ein bundeseinheitliches und kassenübergreifendes Nummernsystem ersetzt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen haben hierfür die „Vertrauensstelle Krankenversichertennummer“ (https://kvnummer. gkvnet.de) eingerichtet, die zurzeit die KV-Nummern erstellt. Die Einrichtung arbeitet eng mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie zusammen.
Die KV-Nummer wird unter strenger Einhaltung der Datenschutzbestimmungen auf Basis der Rentenversicherungsnummer mit einem sicheren Verschlüsselungsverfahren erzeugt. Weil nicht jeder Bürger automatisch über eine Rentenversicherungsnummer (RV-Nummer) verfügt, müssen über die Deutsche Rentenversicherung zunächst fehlende RV-Nummern vergeben werden. Zurzeit schreiben die Krankenkassen deshalb ihre Mitglieder an, um fehlende personenbezogene Daten, zum Beispiel von Kindern und Jugendlichen oder anderen Personen, die keine RV-Nummer haben, zu erfragen und für diese eine RV-Nummer zu beantragen. Die „Vertrauensstelle Kran­ken­ver­siche­rung“ erstellt dann eine neue KV-Nummer und teilt sie der jeweiligen Krankenkasse mit. Bis zur Ausgabe der eGK wird die neue KV-Nummer nur krankenkassenintern verwendet. KBr
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