ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2006Mammographie: Kontraproduktiv
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LNSLNS . . . Die etwas vagen Bemerkungen in dem Kommentar von Frau Dr. Richter-Kuhlmann sind leider kontraproduktiv.

1. Screening bedeutet: Wir untersuchen gesunde (besser: asymptomatische) Populationen im Hinblick auf das Vorliegen einer Auffälligkeit, um eine Erkrankung im Frühfall und damit in potenziell kurabler Situation zu erkennen. Die Brustkrebserkrankung und das Screening mittels Mammographie erfüllen alle Anforderungen und Voraussetzungen der WHO für ein sinnvolles Screeningprogramm. Hierzu gehört auch die Forderung, dass der Nutzen eines Screenings größer sein muss als der durch die Untersuchung möglicherweise hervorgerufene Schaden. Zahlreiche internationale Studien belegen eindeutig, dass durch eine Screening-Mammographie alle zwei Jahre bei Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr die Mortalitätsrate der Brustkrebserkrankung um etwa 30 Prozent gesenkt werden kann.

2. Die mittlere Strahlendosis einer modernen Mammographie (Rasterfolientechnik) liegt für eine Aufnahme bei etwa ein bis zwei mGy. Dies bedeutet Niedrigdosisbereich, deshalb ist bei Frauen über 40 Jahren auch bei wiederholten Mammographien kein durch die Strahlendosis erhöhtes Krebsrisiko zu erwarten.
Es sollte allen Frauen dringend zur Teilnahme geraten werden, um endlich durch mehr Frühdiagnosen die Mortalitätsrate der Brustkrebserkrankung zu senken.
Dr. med. Marlies Knief,
Kiek in den Busch 116, 46485 Wesel
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