ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2006Kopfläuse – Umgang mit einer wiederauflebenden Parasitose / Eine Standortbestimmung unter evidenzbasierten Kriterien: Längst überfällig
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LNSLNS Eine Abhandlung der humanophilen Parasiten war längst überfällig – vielen Dank für Ihren Artikel. Insbesondere die Kopflaus beschäftigt uns Mitarbeiter im öffentlichen Gesundheitsdienst laufend. Die frühere jahreszeitliche Abhängigkeit des Aufkommens ist nicht mehr gegeben. Der von Ihnen beschriebene Umgang mit Kopfläusen entspricht den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und unserer Beratungspraxis. Der alltägliche Umgang mit der Entscheidung ob leere oder gefüllte (sprich ansteckungsfähige) Nisse ist für pädagogisches Personal in Kindertagesstätten und Schulen nicht einfach. Anders als für Ärzte besteht für Mitarbeiter dieser Gemeinschaftseinrichtungen eine Meldepflicht gegenüber der kommunalen Gesundheitsbehörde (Gesundheitsamt, Fachbereich Gesundheit und andere).
Hier der Wortlaut aus dem aktuellen Merkblatt des RKI zum Kopflausbefall: „Es besteht keine Meldepflicht gemäß § 6 oder 7 des IfSG, aber eine Unterrichtungspflicht der Leiterinnen und Leiter der in § 33 IfSG genannten Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche gegenüber dem Gesundheitsamt. Sie sind nach § 34 Abs. 6 IfSG verpflichtet, das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich über einen festgestellten Kopflausbefall zu benachrichtigen und personenbezogene Angaben zu machen.

Dr. med. Angelika Schammert-Prenzler
Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin
Region Hannover
Prinzenstraße 12, Postfach 147, 30001 Hannover

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