ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2006Kopfläuse – Umgang mit einer wiederauflebenden Parasitose / Eine Standortbestimmung unter evidenzbasierten Kriterien: Entfernung der Nissen mit den Fingernägeln

MEDIZIN: Diskussion

Kopfläuse – Umgang mit einer wiederauflebenden Parasitose / Eine Standortbestimmung unter evidenzbasierten Kriterien: Entfernung der Nissen mit den Fingernägeln

Dtsch Arztebl 2006; 103(9): A-548 / B-471 / C-451

Hillmeier, Joanna

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LNSLNS Es gibt bis heute nur eine zuverlässige Methode zur Bekämpfung von Läusen. Nach der Behandlung mit einem Läusemittel müssen die Nissen (Eier), und zwar bis auf die letzte, mit den Fingernägeln entfernt werden. Das Problem ist mit dieser Vorgehensweise in ein bis zwei Tagen erledigt. Eine zweite Behandlung ist überflüssig. Einen sauberen Kopf braucht man nicht mehr zu therapieren. Auf diese Weise erspart man den Betroffenen viel Zeit und Ärger. Die Kleidung des Kindes und die Bettwäsche sollen gewaschen werden. Der große Hausputz ist nicht notwendig. Alle Köpfe in der Familie müssen kontrolliert werden. Kinder mit Nissen stellen für andere Schüler eine Ansteckungsgefahr dar und dürfen zu Recht nicht in die Schule.
So gibt es kein tatsächlich für sich allein wirksames Mittel gegen Nissen. Eine Zunahme der Fälle und so genannte Resistenzen in Deutschland sind meiner Meinung nach auf fehlerhafte Informationen in den Beipackzetteln, Broschüren der Gesundheitsämter, oben genannten und ähnlichen Veröffentlichungen und nicht zuletzt des Robert Koch-Instituts zurückzuführen. Die dort gegebenen Empfehlungen verlängern den „Kampf“ ins Unendliche.

Joanna Hillmeier
Sorgschrofenstraße 15
87541 Bad Hindelang

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