ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2006Insolvenzen: Immer mehr Praxen betroffen

VARIA: Wirtschaft

Insolvenzen: Immer mehr Praxen betroffen

Flintrop, Jens

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LNSLNS Die Insolvenzwahrscheinlichkeit ist aber geringer als in anderen Branchen.
Die Zahl der insolventen Arzt- und Zahnarztpraxen ist im Verlauf des letzten Jahres überdurchschnittlich stark um 54,8 Prozent gestiegen. Dies ergab eine Selektion der Creditreform-Datenbank. Demnach mussten im Jahr 2005 insgesamt 240 Zahnarzt- und Arztpraxen Insolvenz anmelden. Im Vorjahr hatten „nur“ 155 Praxen wegen Zahlungsunfähigkeit schließen müssen.
Niedergelassene Ärzte sind aber immer noch einem geringeren Insolvenzrisiko ausgesetzt als der Durchschnitt der Unternehmer. Die relative Insolvenzbetroffenheit liegt für Arzt- und Zahnarztpraxen in Deutschland bei 24 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen. Im Durchschnitt aller Unternehmen in Deutschland liegt die relative Insolvenzbetroffenheit bei 130 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen.
Die Zahl der Insolvenzen sagt allerdings nichts über die Praxisschließungen aus, die vielleicht ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen vorgenommen werden, bei denen aber sämtliche Gläubiger befriedigt werden können und es eines Insolvenzantrages nicht bedarf. JF

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