ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2006Hochschulreform: Master soll Qualität sichern

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Hochschulreform: Master soll Qualität sichern

PP 5, Ausgabe März 2006, Seite 101

Bühring, Petra

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LNSLNS Bundes­psycho­therapeuten­kammer fordert Änderungen im Psychotherapeutengesetz.

Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) spricht sich im Hinblick auf die Reform der europäischen Studienabschlüsse für den Master-Abschluss in Psychologie an einer Hochschule als Voraussetzung für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten aus. Der vier- bis fünfjährige Masterstudiengang soll die hohe Qualität der Ausbildung sichern. Für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten soll neben dem Master-Abschluss in Psychologie auch der Master in Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Pädagogik- oder Heilpädagogik qualifizierend sein.
Hintergrund: Bis zum Jahr 2010 sollen in Deutschland im Zuge der Harmonisierung der europäischen Hochschulabschlüsse, dem so genannten Bologna-Prozess, Diplom-studiengänge durch ein zweistufiges System von Bachelor- und Masterstudiengängen abgelöst werden. Durch das Umstellen auf das in angelsächsischen Ländern übliche System soll die Mobilität von Studierenden und Lehrenden erleichtert werden. Die deutsche Kultusministerkonferenz hat sich für schnellere und schlankere Studiengänge ausgesprochen und den dreijährigen Bachelorstudiengang als berufliche Qualifikation empfohlen.
Da das Psychotherapeutengesetz keine genaue Spezifizierung des benötigten Abschlusses für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten angibt, sieht die BPtK Änderungsbedarf im Gesetz. Denn: „Ein Bachelor-studium vermittelt nicht die umfassende wissenschaftliche Methodenkompetenz und vertiefte forschungsbezogene Expertise“, die notwendig sei. Auch würde mit dem Bachelor-Abschluss die mit dem Psychotherapeutengesetz intendierte Gleichstellung mit den Ärzten wieder aufgehoben, argumentiert die BPtK, denn deren akademische Ausbildung ende unverändert mit dem Staatsexamen und nicht mit dem Bachelor.
Die Einführung von Masterabschlüssen für die Psychotherapieausbildung dürfe jedoch nicht zu einer geringeren Zahl an Absolventen führen, betonte die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) weiter. Aus der Altersstruktur der Psychotherapeuten ergebe sich, dass in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Bedarf an neu approbierten Psychotherapeuten zu rechnen sei. Die Umstellung von Diplom- auf Masterstudiengänge dürfe daher nicht mit einer engen Quotierung der Zulassung verbunden sein; auch müssten die Hochschulen ausreichend fachlich geeignete Masterstudiengänge zur Verfügung stellen. PB
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