ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2006Krankenhaus: Flucht ins Ausland
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LNSLNS Die Aussagen der beiden Autoren sollten einmal auf die haus- und fachärztliche ambulante Krankenversorgung heruntergebrochen werden. Auch hier sollen infolge willkürlicher Verknappung der Ressourcen noch weiter Kosten gesenkt werden. Im Unterschied zum Krankenhaus mit seinen „Kunden“ kennen wir durch bereits eingetretene Versorgungslücken in den strukturschwachen Gebieten keine Konkurrenz mehr, sondern betreiben real die regressbewehrte Mängelverwaltung für unsere Patienten und ihre Krankheiten. Die erlebte Machtlosigkeit gegen diese Zustände hat zu Demotivation und Abwanderung geführt. Die Behandlungsqualität leidet längst unter den Triage-Bedingungen der Verknappung. Ohne die Mitwirkung der verbliebenen niedergelassenen Ärzte ist eine Behandlungsqualität mit „oberster Priorität“ in der ambulanten Versorgung nicht wieder erreichbar. „Karriereplanung“ gibt es schon lange nicht mehr, „Leistungsanreiz“ findet nicht mehr statt. Die desolate „berufliche Zukunftsperspektive“ fördert geradezu den Ausstieg „ambitionierter“ Ärzte. Großbritannien und die Niederlande haben ihr Gesundheitswesen vorbildlich reformiert, Deutschlands Gesundheitspolitik eifert diesen mit aller Kraft nach! – Zahlreiche ambitionierte Ärzte können nicht abwarten, es zieht sie jetzt schon dorthin.
Rüdiger Saßmannshausen, Poststraße 30, 57319 Bad Berleburg
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