ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2006Prophylaxe und Therapie von Vorhofflimmern

BÜCHER

Prophylaxe und Therapie von Vorhofflimmern

Dtsch Arztebl 2006; 103(11): A-693 / B-590 / C-570

Hohnloser, Stefan H.; Grönefeld, Gerian; Israel, Carsten W.

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Kardiologie
Konkrete Hinweise für die Therapie
Stefan H. Hohnloser, Gerian Grönefeld, Carsten W. Israel (Hrsg.): Prophylaxe und Therapie von Vorhofflimmern. UNI-MED Science, UNI-MED Verlag, Bremen, 2005, 80 Seiten, 61 Abbildungen, Hardcover, 9,95 €
Vorhofflimmern stellt die häufigste und gesundheitsökonomisch wichtigste Herzrhythmusstörung im Erwachsenenalter dar. Da diese Arrhythmie eine Altersabhängigkeit aufweist, ist aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung eine weitere Zunahme dieser Rhythmusstörung in Klinik und Praxis zu erwarten. Zu aktueller Information über Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Vorhofflimmern ist somit aller Anlass gegeben. Das von der rhythmologisch bestens ausgewiesenen Frankfurter Arbeitsgruppe vorgelegte Büchlein fasst den gegenwärtigen Kenntnisstand auf 67 eng bedruckten Textseiten stichwortartig und kompetent zusammen.
Die Kapitel Epidemiologie, Pathophysiologie, Prognose und Therapie (ein eigener Abschnitt Prophylaxe fehlt leider) komprimiert die gesicherten Fakten in vorbildlicher Weise. Eine ansprechende farbige Gestaltung mit allerdings teilweise sehr kleinen Abbildungen und gelegentlich kontrastschwachen Registrierungen unterstützt den instruktiven Textteil. Die aktuelle Hybridtherapie ist auf nur einer halben Seite abgehandelt; innovative – allerdings noch diskutable – antifibrillatorische Wirkungen der Statine, der ACE-Hemmer, der AT1-Rezeptorblocker und Aldosteronant-
agonisten werden noch nicht angesprochen. Auf pharmakologische Neuentwicklungen, an denen die Autoren selbst mitwirken, wird nur knapp eingegangen.
Das Buch bietet erfreulich konkrete Hilfe für die Therapie. Gestützt auf nicht unumstrittende Studien hatte sich letzthin ein gewisser Nihilismus in der Therapie des Vorhofflimmerns ergeben. Dieser Auffassung zu widersprechen und überzeugende Argumente für eine zielführende antiarrhythmische Behandlung zu liefern – meist im Sinne einer Rhythmuskontrolle – erscheint dem Rezensenten als wichtigste Botschaft dieses empfehlenswerten Buches. Berndt Lüderitz
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