ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2006Atrophische Corpusgastritis durch H.-p.-Eradikation nicht beeinflussbar

MEDIZIN: Referiert

Atrophische Corpusgastritis durch H.-p.-Eradikation nicht beeinflussbar

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LNSLNS Helicobacter pylori führt obligat zu einer chronischen Magenschleimhautentzündung, die im Laufe der Jahre zu einer atrophischen Gastritis mit intestinaler Metaplasie fortschreitet. Offensichtlich gibt es einen „point of no return“, an dem die Schleimhautveränderungen durch eine antibiotische, gegen Helicobacter pylori gerichtete Therapie nicht mehr weiter beeinflusst werden können.
Während es bei einer Oberflächengastritis unter einer Eradikationstherapie zu einer Restitutio ad integum mit einem Verschwinden der Entzündungszellen kommt, ist dies bei einer atrophischen Gastritis nicht der Fall, wie Untersuchungen aus Rom ergeben haben.
106 Patienten mit einer atrophischen Corpusgastritis wurden mindestens über einen Zeitraum von vier Jahren nachbeobachtet. 38 Helicobacter-pylori-positive Patienten wurden antibiotisch behandelt, 36 Helicobacter-pylori-positive dienten als Kontrollgruppe, 32 waren Helicobacter-pylori-negativ.
Bei allen 106 Patienten waren die Schleimhautveränderungen nach durchschnittlich 6,7 Jahren unverändert, unabhängig vom Helicobacter-pylori-Status. Acht Patienten entwikkelten während der Beobachtungszeit neoplastische Schleimhautveränderungen, gehäuft Patienten mit einer Pangastritis. w

Lahner E, Boris C, Annibale B et al.: Long-term follow-up in atrophic body gastritis patients: atrophy and intestinal metaplasia are persistent lesions irrespective of Helicobacter pylori infection. Aliment Pharmacol Ther 2005; 22: 471–81.

Dr. B. Annibale, Dipartimento di Malattie Digestive e del Fegato, Universitá di Roma „La Sapienza“, Ospedale Sant' Andrea, Via di Grottarossa 1035, 00189 Rome, Italien, E-Mail: bruno.annibale@ uniroma1.it

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