ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2006Audi A8: Mehr Kraft – weniger Verbrauch

VARIA: Auto und Verkehr

Audi A8: Mehr Kraft – weniger Verbrauch

Seidel, Marc

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Ausgewogene Formen zeichneten den Audi A8 schon immer aus. Das Auto bietet Platz und Leistung satt. Werkfoto
Ausgewogene Formen zeichneten den Audi A8 schon immer aus. Das Auto bietet Platz und Leistung satt. Werkfoto
Audi setzt bei seinem Flaggschiff auf (noch) stärkere Motoren,
wobei besonders der Diesel überzeugt.

Das Flaggschiff der Ingolstädter Autoschmiede hat seine „inneren Werte“ gestärkt. Die Einstiegsmotorisierung des A8 ist jetzt ein 3.2 Liter FSI Benziner mit 161 kW/260 PS. Er löste den 40 PS schwächeren 3.0-Liter-Motor ab. Bei den Dieselaggregaten musste der bisherige 4.0-Liter für den A8 Quattro einem neuen 4.2-Liter TDI weichen. Dieser bringt bis zu 240 kW/326 PS (51 PS mehr) auf die vier Räder und ist damit derzeit der stärkste Diesel, der in einen PKW verbaut wird.
Leisetreter bei den Motoren
Trotz der Leistungszulage ist der Verbrauch der beiden Motoren gegenüber den Vorgängermodellen nach Herstellerangaben gesunken. So gibt sich der FSI mit 9,8 (–0,3) Litern für die 100-km-Distanz zufrieden, der Verbrauch des neuen TDI ist mit 9,4 (–0,2) Liter Diesel ausgewiesen.
Der neue Benziner hält genug Reserven für alle Fahrsituationen bereit, arbeitet unauffällig leise und beschleunigt den A8 bei Bedarf auf bis zu 250 km/h. Mehr lässt die elektronische Begrenzung nicht zu. Dem neuen V8-TDI kann er dennoch das Wasser nicht reichen. Dieser Motor vermittelt schon im Leerlauf eine Vorahnung seiner unbändigen Kraft. Gleichwohl gibt sich auch der TDI bei der Geräuschentwicklung sehr zurückhaltend. Erst beim Tritt auf das Gaspedal wird klar: Dies muss ein Diesel sein, denn so viel Drehmoment „von unten her“ hat nur ein Selbstzünder.
In 6,1 Sekunden beschleunigt der A8 in der Dieselvariante aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer. Dabei wartet man auf einen fühlbaren Einbruch der Beschleunigung bei dem Bi-Turbo-geladenen Diesel vergebens. Der Motor zieht mühelos durch und wird – wie der Benziner – erst bei 250 km/h elektronisch gebremst.
Rußpartikel sind – wie bei den meisten neuen Fahrzeugen – kein Thema mehr. Zwei wartungsfreie Dieselpartikelfilter sorgen nebst zwei Oxydationskatalysatoren für saubere Luft und die Erfüllung der Euro-4-Norm. Beide Motorvarianten sind im A8 (beim 4.2 TDI als Quattro) sowohl in der normalen Version als auch in der langen Karosserievariante lieferbar. Ein preisliches Schnäppchen ist eine Oberklassenlimousine nie, auch nicht bei Audi. Der A8 als 3.2 FSI kostet ab 60 900 Euro. Für den A8 4.2 TDI Quattro muss der Käufer dann mit mindestens 81 000 Euro rechnen. Marc Seidel
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