ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2006Koronarintervention: Clopidogrel vor Angioplastie

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Koronarintervention: Clopidogrel vor Angioplastie

Wehr, Alexander

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LNSLNS Patienten, die vor einer perkutanen Koronarintervention (PCI) mit dem Thrombozyten-Funktionshemmer Clopidogrel behandelt werden, haben ein geringeres Risiko, im Anschluss an die Intervention einen Schlaganfall oder Myokardinfarkt zu erleiden, so das Ergebnis der PCI-CLARITY-Studie (Clopidogrel as Adjunctive Reperfusion Therapy). Bisher sei es gängige Praxis gewesen, erläuterte Prof. Marc Sabatine (Harvard-Universität, Boston), Patienten nach einer PCI mit Clopidogrel zu therapieren, um etwaige Komplikationen zu verhindern.
Im Rahmen der Studie wurde der Nutzen einer Therapie mit Clopidogrel untersucht, wenn die Substanz bereits zwei bis acht Tage vor der Koronarintervention verabreicht wurde. Hierfür wurden die Daten von 1 863 Patienten nach Myokardinfarkt und bevorstehender PCI ausgewertet. 933 Patienten erhielten zusätzlich zu Fibrinolytika und Acetylsalicylsäure noch die Substanz Clopidogrel (300 mg Startdosis, dann 75 mg einmal täglich). Die primären Studienendpunkte: kardiovaskulärer Tod, Re-Infarkt oder Schlaganfall bis 30 Tage nach der PCI. Wie Sabatine berichtete, habe die Vorbehandlung mit Clopidogrel zu einer signifikanten Risikoverringerung um 46 Prozent geführt.
Für die Endpunkte Re-Infarkt und Apoplex ergab sich eine Risikoreduktion um 38 Prozent im Vergleich mit Placebo. Die Daten aus dieser Studie sind vielversprechend und belegen, dass mit Clopidogrel eine hochwirksame Substanz zur Verfügung steht, die dazu beiträgt, das kardiovaskuläre Risiko nach einer Koronarintervention nachhaltig zu reduzieren. Alexander Wehr

Clopidogrel steht von sanofi-aventis als Plavix® und von Bristol-Myers Squibb als Iscover® zu Verfügung.

Symposium „A New Paradigm in Management of Acute MI“, anlässlich der Jahrestagung der European Society of Cardiology in Stockholm
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