ArchivDeutsches Ärzteblatt6/1997Neues System der Beratung

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Neues System der Beratung

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LNSLNS Die meisten deutschen Haushalte sind nach Ansicht von Verbraucherverbänden "falsch oder zu teuer versichert". Wie die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV), Anne-Lore Köhne, vor kurzem in Bonn sagte, könnten die deutschen Versicherten jährlich zwischen 20 und 30 Milliarden DM an Prämien sparen, wenn sie überflüssige Versicherungen kündigten oder sich bei günstigeren Anbietern versicherten. Im Durchschnitt zahle jeder Deutsche jährlich 15 Prozent zuviel Versicherungsprämien, obwohl auch viele Haushalte unterversichert seien. Daher will die AgV künftig Haushalten durch eine computergestützte Versicherungsberatung bei der Zusammenstellung des optimalen Versicherungspakets behilflich sein.
Der "persönliche Versicherungscheck" der Verbraucherverbände bietet gegen einen Kostenbeitrag von 40 DM eine alle Sparten umfassende Beratung: Ob Sachversicherung, Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherung, ein Computerprogramm ermittelt ein individuell zugeschnittenes Policenpaket, das auch mögliche Fußangeln bei Vertragsabschluß aufdeckt.
Der Versicherungscheck der AgV basiert auf 20 Fragen zur Lebens-, Arbeits- und Finanzsituation des Versicherten, die dann analysiert werden. In einem Antwortbrief wird erklärt, welche privaten Versicherungen für seinen individuellen Fall ratsam sind, wie die gesetzliche Absicherung bei Krankheit, Berufsunfähigkeit und im Alter aussieht und welche Versicherungen nützlich, aber nicht unbedingt notwendig sind. Erhältlich sind die Fragebögen in allen Verbraucherzentralen. afp
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