ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2006Heilmittelrichtgrößen: Erster Verhandlungserfolg

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Heilmittelrichtgrößen: Erster Verhandlungserfolg

Korzilius, Heike

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Die neue Regelung bannt die Gefahr, dass schwer kranke Kinder nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Foto: epd
Die neue Regelung bannt die Gefahr, dass schwer kranke Kinder nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Foto: epd
KV Nordrhein vereinbart Praxisbesonderheiten für Versorgung von Kindern.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat in den Verhandlungen mit den nordrheinischen Krankenkassen über die Einführung von Praxisbesonderheiten in der Heilmittelvereinbarung 2006 einen ersten Durchbruch erzielt. Wie die KV mitteilte, haben die Vertragspartner für die Versorgung von Kindern einen Indikationskatalog vereinbart. Eine vereinbarte Praxisbesonderheit bedeute für die Verordner, dass eine unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten verordnete Heilmittelbehandlung das Budget der Praxis nicht belastet, heißt es in einer Mitteilung der KV. Das sei vor allem für Praxen mit schwer kranken und somit verordnungsintensiven Patienten von großer Bedeutung.
Der Landesverband Nordrhein des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte begrüßte die Einigung. Die Heilmittelverordnung, die seit Anfang des Jahres Kinder- und Jugendärzte mit starren Durchschnittswerten zu drastischen Einsparungen gezwungen habe, werde durch die Vereinbarung von Praxisbesonderheiten sinnvoll ergänzt. „Mit der neuen Regelung ist die Gefahr gebannt, dass nach der Rasenmähermethode gespart wird und chronisch kranke und mehrfach behinderte Kinder nicht mehr ausreichend behandelt werden können“, sagte der Landesvorsitzende Dr. med. Thomas Fischbach. Die neue Regelung garantiere den Kindern, die es nötig hätten, ihre Therapie und den Ärzten Rechtssicherheit. „Insgesamt wird die Heilmittelrichtlinie dazu beitragen, dass Therapien zielgerichteter als bisher eingesetzt werden“, so Fischbach. HK
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