ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2006Rheinland-Pfalz: Gute Noten für DMP

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Rheinland-Pfalz: Gute Noten für DMP

Maus, Josef

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Gut die Hälfte der eingeschriebenen Diabetiker hat an Schulungen teilgenommen. Foto: Peter Wirtz
Gut die Hälfte der eingeschriebenen Diabetiker hat an Schulungen teilgenommen. Foto: Peter Wirtz
Strukturierte Behandlungsprogramme waren nachweislich erfolgreich.

Eine positive Bilanz über die Disease-Management-Programme (DMP) ziehen sowohl die Kassenärztliche Vereinigung (KV) als auch die Krankenkassen in Rheinland-Pfalz. Die strukturierten Behandlungsprogramme Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Brustkrebs und koronare Herzkrankheit sind seit mittlerweile drei Jahren in dem südwestlichen Bundesland eingeführt. „Nach den bisher vorliegenden Qualitätsberichten“, resümiert Armin Lang, Leiter der Ersatzkassen-Landesvertretung, „können wir feststellen, dass die Programme nachweislich dazu beigetragen haben, die Versorgung und dadurch auch die Lebensqualität chronisch kranker Patienten zu verbessern.“
Auch der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen KV, Dr. med. Carl-Heinz Müller, stellt den DMP gute Noten aus: „Die Ergebnisse belegen, dass strukturierte Versorgungskonzepte positive Effekte in der Patientenversorgung aufweisen.“ Müller wies darauf hin, dass beispielsweise bei Diabetikern des Typs 2 bei einem Drittel der vorherige krankheitsbedingte Bluthochdruck auf normale Werte eingestellt werden konnte. Bei fast allen Teilnehmern an diesem DMP seien jährliche Augenuntersuchungen und Fußinspektionen durchgeführt worden. Nur bei ganz wenigen Patienten sei eine Notfallbehandlung oder eine Krankenhausbehandlung aufgrund schwerer Stoffwechselentgleisungen erforderlich geworden, und mehr als die Hälfte der eingeschriebenen Diabetiker hat an Schulungen teilgenommen.
In Rheinland-Pfalz beteiligen sich rund 2 800 Ärzte und etwa 80 000 Patienten an den DMP, von denen sich Müller allerdings noch eine Reduzierung des bürokratischen Aufwandes wünscht. JM
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