ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2006Therapie-Leitlinien: Dilemma
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LNSLNS Der Kommentar vom Kollegen Dr. Weihe zeigt eindrücklich ein Dilemma in der MS-Therapie. Die Wirksamkeit der Betainterferone ist in Bezug auf die Therapiekosten bescheiden. Bei einem Ausgabevolumen von 210 000 Euro pro verhindertem MS-Schub stellt sich die Frage nach wirtschaftlicheren Alternativen. Nur – wer finanziert Studien mit der potenziellen Gefahr von Umsatzeinbrüchen bei der lukrativen MS-Therapie? Wer profitiert von einem möglicherweise als überlegen nachgewiesenen Effekt einer Kortisonhochdosistherapie alle drei Monate in Kombination mit einer jährlichen vollstationären Rehabilitation im Vergleich mit der kostenintensiveren Betainterferon-Therapie? Profiteure wären „nur“ die Patienten, die Krankenkassen und die Ärzte (wirtschaftliche Therapieformen stabilisieren deren Einkommensbasis) . . .
Dr. Ulf-Norbert Funke, Kurgartenstraße 16 B, 01259 Dresden

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