ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2006Krankenhäuser: Triage unvermeidbar
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LNSLNS Beim Lesen des Artikels habe ich mich gefragt, wie man sich bei dem zu beobachtenden und fortschreitenden Bettenabbau mit einem Massenanfall von Erkrankten, z. B. im Rahmen der allfällig befürchteten Vogelgrippe-Pandemie, umgehen will. Simulationsprogramme (z. B. FluSurge von der WHO) lassen auch Laien in der mathematischen Modellierung rasch ausrechnen, dass selbst bei moderaten Annahmen zur Krankheitsausbreitung bzw. zum Infektionsverlauf enorme Bettenkapazitäten erforderlich werden. Wer trägt hierfür die rechtliche und politische Verantwortung? Heute wäre es noch so, dass ein gewisser Prozentsatz an „Leichtkranken“ entlassen werden könnte, um rasch Platz für Neuerkrankte zu machen. Nach einem weiteren Abbau werden die Betten nur noch mit „absolut“ krankenhauspflichtigen Patienten belegt sein, eine Triage wird vermutlich nicht zu vermeiden sein . . .
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. P. H. Reinhard Bornemann, Städtische Kliniken Bielefeld-Mitte,
Teutoburger Straße 50, 33604 Bielefeld
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