ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2006Neue Leitlinien in der Wiederbelebung

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundes­ärzte­kammer

Neue Leitlinien in der Wiederbelebung

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LNSLNS Ende November beziehungsweise Dezember 2005 haben ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation), AHA (American Heart Association) und der ERC (European Resuscitation Council) nach mehrjähriger Erarbeitung einen neuen wissenschaftlichen Konsens und daraus abgeleitete Leitlinien zur kardiopulmonalen Wiederbelebung veröffentlicht, die nun in Deutschland wie auch in anderen europäischen Staaten an die nationalen Verhältnisse angepasst werden müssen.
Seit Anfang März liegt ausschließlich eine reine Übersetzung der ERC-Leitlinien ins Deutsche vor. Die Bundes­ärzte­kammer prüft derzeit mit einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe die internationalen Empfehlungen und passt diese, wo geboten, an nationale Verhältnisse an. Es ist vorgesehen, dass innnerhalb von ein bis zwei Monaten zunächst „Eckpunkte“ zu den Reanimationsempfehlungen verabschiedet und veröffentlicht werden. Anschließend wird die Bundes­ärzte­kammer einen nationalen Konsens herbeiführen.
Wann die neuen deutschen Empfehlungen zur kardiopulmonalen Wiederbelebung in der 4. und überarbeiteten Auflage des Buches „Reanimation – Empfehlungen für die Wiederbelebung“ veröffentlicht werden können, ist derzeit nicht absehbar und hängt nicht unwesentlich von der Dauer des Konsensusprozesses ab. Es ist zu hoffen, dass dieser nicht wieder Jahre in Anspruch nimmt.
Die Bundes­ärzte­kammer empfiehlt in der derzeitigen Überarbeitungsphase und bis zur Veröffentlichung der „Eckpunkte“ allen die Beibehaltung des bisherigen und bundesweit konsentierten und einheitlichen Vorgehens bei der Wiederbelebung, wie in der 3. Auflage des Buches „Reanimation – Empfehlungen zur Wiederbelebung“ veröffentlicht.
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