ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2006Mitteilungen: Neufassung einer „Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers“ (Ersatz der bisherigen „Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen gemäß § 135 Abs. 2 SGB V für die Durchführung von Untersuchungen zur Herzschrittmacher-Kontrolle“)

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mitteilungen: Neufassung einer „Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers“ (Ersatz der bisherigen „Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen gemäß § 135 Abs. 2 SGB V für die Durchführung von Untersuchungen zur Herzschrittmacher-Kontrolle“)

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LNSLNS Mit der Einführung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes EBM 2000plus zum 1. April 2005 wurden auch die Leistungen zur Funktionsanalyse von Herzschrittma-chern und implantierten Kardiovertern beziehungsweise Defibrillatoren neu gegliedert. Während nach den Bestimmungen des alten EBM die Überprüfung des Batteriezustandes (GNR 620) getrennt von der kompletten Funktionsanalyse (GNRn 621/622) abgerechnet werden konnte, ist die Überprüfung des Batteriezustandes nun Bestandteil der neuen GNR 13552 zur Funktionsanalyse von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Diese Neugliederung machte eine entsprechende Anpassung der bestehenden „Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen gemäß § 135 Abs. 2 SGB V für die Durchführung von Untersuchungen zur Herzschrittmacher-Kontrolle“ erforderlich.
Neben dem Wegfall einer Abrechnungsgenehmigung ausschließlich für die Überprüfung des Batteriezustandes von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren wurden auch die Anforderungen an die fachliche Qualifikation sowie die apparative Ausstattung überarbeitet und aktualisiert. So müssen künftig alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, die Leistungen der Herzschrittmacher-Kontrolle ausführen und abrechnen möchten, einheitlich die Durchführung und Dokumentation von – wie schon bislang gefordert – 200 Funktionsanalysen eines Herzschrittmachers oder implantierten Defibrillators nachweisen. Neu und in Analogie zur neuen Muster-Weiter­bildungs­ordnung für den Schwerpunkt Kardiologie ist hierbei die ausdrückliche Einbeziehung von mindestens 20 Funktionsanalysen eines Defibrillators. Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die apparative Ausstattung ist hervorzuheben, dass ein zur Herzschrittmacherkontrolle geeigneter EKG-Schreiber mit mindestens drei Kanälen vorzuhalten ist.
Unter dem Vorbehalt der endgültigen Unterzeichnung durch die Partner der Bundesmantelverträge tritt die Neufassung der „Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers“ („Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur Herzschrittmacher-Kontrolle“) zum 1. April 2006 in Kraft. Ärzte, die die betreffenden Leistungen bereits regelmäßig in der vertragsärztlichen Versorgung erbracht haben, erhalten gemäß einer Übergangsregelung eine Genehmigung nach dieser Vereinbarung.
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