ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2006Umfrage: Vertrauen in Politik gering

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Umfrage: Vertrauen in Politik gering

Merten, Martina

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Präsentation der Ergebnisse in Berlin: MLP und Allensbach befragten rund 2 000 Bundesbürger. Foto: MLP AG
Präsentation der Ergebnisse in Berlin: MLP und Allensbach befragten rund 2 000 Bundesbürger. Foto: MLP AG
MLP und Allensbach legen Gesundheitsreport vor.
Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung bezweifeln, dass es der Politik gelingen wird, längerfristig eine gute Gesundheitsversorgung für alle sicherzustellen. Die derzeitige Gesundheitsversorgung bezeichnen dagegen an die 70 Prozent als „gut“ bis „sehr gut“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Finanzdienstleisters MLP in Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD). Hierfür wurden rund 2 000 Bundesbürger befragt.
76 Prozent der Befragten erwarteten innerhalb der nächsten zehn Jahre steigende Kassenbeiträge, höhere Zuzahlungen und eine Entwicklung hin zu einer Zweiklassenmedizin, sagte IfD-Geschäftsführerin Prof. Dr. Renate Köcher bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin. Allerdings glaubten nur 36 Prozent, dass es zu einer umfassenden Reform im Gesundheitswesen kommen wird, die aber jeder Zweite für notwendig halte.
Positiv schätzen die Befragten die private Kran­ken­ver­siche­rung ein. 63 Prozent gaben an, im Krankheitsfall als Privatversicherter besser abgesichert zu sein. Allerdings würden nur 15 Prozent auf eine private Versicherung umsteigen – aus Kostengründen, so das am häufigsten angeführte Argument.
Von ihrem Arzt erwartet die Mehrheit der Befragten vor allem Menschlichkeit. Zudem sollte er sich ausreichend Zeit für die Behandlung nehmen. MM
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