ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2006Kaiserin-Friedrich-Haus: Im Dienst der Fortbildung

VARIA: Personalien

Kaiserin-Friedrich-Haus: Im Dienst der Fortbildung

Rabbata, Samir

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Jürgen Hammerstein Foto: Georg J. Lopata
Jürgen Hammerstein Foto: Georg J. Lopata
Für Prof. Dr. med. Jürgen Hammerstein ist das Kaiserin-Friedrich-Haus mehr als ein neobarocker Prachtbau im Herzen Berlins. Leidenschaftlich setzte er sich nach der Wiedervereinigung für die Rückübertragung des Gebäudes an die Kaiserin-Friedrich-Stiftung ein, deren Geschäftsführer er ist. „Die Mühe hat sich gelohnt“, sagt Hammerstein rückblickend. Das Haus zähle zu seinem hundertjährigen Bestehen wieder zu den etablierten Adressen für die ärztliche Fortbildung in Berlin.
Das war nicht immer so, auch wenn das aus Spenden errichtete Haus zunächst glanzvolle Jahre erlebte. Nach der feierlichen Eröffnung am 1. März 1906 durch Kaiser Wilhelm II. entwickelte sich das im Charité-Viertel gelegene Gebäude schnell zu einem auch international viel beachteten Zentrum für die noch in den Anfängen steckende ärztliche Fortbildung. Im Ersten Weltkrieg auch als Ausbildungsstätte für Krankenschwestern genutzt, konnte das Gebäude in den Wirren der Weltwirtschaftskrise nur durch die Hereinnahme einer Waggonfabrik seiner eigentlichen Bestimmung gemäß weitergeführt werden.
Nach 1945 gingen während der Nutzung der Liegenschaft durch die russische Kommandatura alle medizinischen Ausstellungsstücke und Bibliotheken verloren. Später hatte die Hauptverwaltung der Akademie der Künste bis 1992 hier ihren Sitz.
Erst im Zuge der Wiedervereinigung erfolgte die Rückübertragung des Hauses an die Kaiserin-Friedrich-Stiftung. „Seit 1993 führen wir wieder die Geschäfte des Hauses im traditionellen Sinne“, berichtet Hammerstein. Für jährlich annähernd 200 Veranstaltungen stehen ein 190 Sitze fassender Hörsaal und mehrere Seminarräume zur Verfügung. Hammerstein ist optimistisch, dass nach den turbulenten ersten hundert Jahren ruhigere Zeiten bevorstehen und die Stiftung ihre erfolgreiche Arbeit im Dienst der ärztlichen Fortbildung ohne Unterbrechungen weiterführen kann. SR
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