ArchivDeutsches Ärzteblatt7/1997Politik aktuell: Eher faules Ei

SPEKTRUM: Leserbriefe

Politik aktuell: Eher faules Ei

Dtsch Arztebl 1997; 94(7): A-338 / B-287 / C-268

Steenblock, U.

Zu dem Titelblatt "Gesundheitsreform '97 - ein Überraschungsei" von Heft 1-2/1997
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Gestaltung des Titelblattes läßt allerlei Assoziationen zu. Beispielsweise ist völlig unverständlich, daß das Deutsche Ärzteblatt diesen Minister mit dem Urbild der Vollkommenheit, nämlich einem Ei, zusammen auf seinem Titelblatt abbildet. Was er uns bisher serviert hat, waren faule Eier. Es gibt in der Geschichte der Bundesrepublik keinen Minister, der so viele Mißerfolge aufzuweisen hat wie eben jener Herr Seehofer. Er ist der Prototyp des Politikers, den sein dummes Geschwätz von gestern heute nicht mehr interessiert. Eine seiner Floskeln ist: diese oder jene Angelegenheit mit mir nicht, tags darauf mit ihm doch. Wenn er noch einmal mit seinem Rücktritt kokettiert, sollte er sogleich beim Wort genommen werden.
Es wird uns doch wohl niemand erzählen wollen, daß der Reformismus und die Flut von Gesetzen, die untereinander inkompatibel sind, unserem Gesundheitswesen irgend etwas gebracht haben. Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Wenn man ihn weiterwirken läßt, ist zum Schluß das vielgerühmte deutsche Gesundheitssystem von einem Minister namens Seehofer den Bach hinabgeschickt worden. Der Beifall des Ärzteblattes ist ihm wahrscheinlich auch dann noch gewiß.
Dr. med. U. Steenblock, Kreiskrankenhaus, Meisenhartweg 14, 79704 Bad Säckingen
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema