ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006„Eigen-Rezepte“: Problem erkannt

AKTUELL

„Eigen-Rezepte“: Problem erkannt

Korzilius, Heike

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: Klaus Rose
Foto: Klaus Rose
Politik strebt weitere Änderung der Verschreibungsverordnung an.
Seit dem 1. Januar müssen Ärztinnen und Ärzte ein Rezept vorlegen, um in der Apotheke ein verschreibungspflichtiges Medikament zu erhalten. Die Vorlage des Arztausweises genügt nicht mehr. Das sieht die neue
Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) vor. Hintergrund der Änderung war ein Widerspruch zwischen Arzneimittelgesetz und
AMVV. Das Gesetz, das die Ermächtigungsgrundlage für die Verschreibungsverordnung enthält, sah im Gegensatz zur alten AMVV keine Abgabe von Arzneimitteln gegen Vorlage des Arztausweises vor.
Die bürokratischen Folgen dieser Neuregelung hat nun aber offenbar auch die Politik erkannt und eine weitere Änderung der AMVV auf den Weg gebracht, die den Status quo ante wieder herstellt. Während der Übergangszeit müssen Ärztinnen und Ärzte sich jedoch ein Privatrezept ausstellen, wenn sie Medikamente benötigen. Diejenigen, die über keine Rezeptvordrucke verfügen, können dies formlos tun, denn Privatrezepte sind nicht an ein Formblatt gebunden. Allerdings müssen alle Angaben enthalten sein, die die AMVV für ein Rezept vorschreibt: Name, Berufsbezeichnung und Anschrift des Verordners, Datum der Ausfertigung, Name und Geburtsdatum der Person, für die das Arzneimittel bestimmt ist, Bezeichnung des Arzneimittels einschließlich der Stärke, Darreichungsform und Menge, Gültigkeitsdauer der Verschreibung sowie die Unterschrift des Verordners. HK

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote