ArchivDeutsches Ärzteblatt7/1997Nuklearmedizin: PET-Untersuchung gehört zur Grundversorgung

SPEKTRUM: Leserbriefe

Nuklearmedizin: PET-Untersuchung gehört zur Grundversorgung

Weyer, H.-H.

Zu der Meldung in Heft 51-52/1996 "Nuklearmediziner kooperieren mit Universität Freiburg"
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LNSLNS Es ist falsch, daß zwei niedergelassene Nuklearmediziner 10 Millionen DM in die Errichtung eines PET-Zentrums am Universitätsklinikum Freiburg investiert haben: Eine Gruppe von niedergelassenen Nuklearmedizinern, anderen Fachärzten und Hausärzten aus Freiburg hat sich zu einer GmbH zusammengeschlossen, die bei einem Gesellschaftskapital von 700 000 DM dieses in Deutschland bisher einzigartige Projekt realisiert hat. Hierbei war es notwendig, neben einer außergewöhnlichen Kooperationsbereitschaft der Verwaltung des Universitätsklinikums Freiburg sowie des Leiters der nuklearmedizinischen Abteilung, Prof. Dr. Dr. E. Moser, daß die Herstellerfirma (General Electrics) das finanzielle Risiko für die restlichen zirka 9 Millionen DM übernommen hat.
Diese Art der Kooperation zwischen Ärzten, Kliniken und der medizin-technischen Industrie ermöglicht in der heutigen Zeit geringer finanzieller Ressourcen überhaupt nur einen solchen medizintechnischen Fortschritt, wie er hier am Universitätsklinikum Freiburg mit einem modernen PET-Zentrum mit leistungsfähigem Zyklotron und optimal aufeinander abgestimmten PET-Scannern erreicht wurde . . .
Die Errichtung des PET-Zentrums am Universitätsklinikum Freiburg wurde dem Vorstand der KV Südbaden vor zwei Jahren mitgeteilt, von dort kam jedoch lediglich die lapidare Stellungnahme, dieses Projekt interessiere die KV nicht.
Selbstverständlich wurden im Vorfeld Bedarfsanalysen durchgeführt - ansonsten hätte sicherlich eine Weltfirma wie GE nicht ein finanzielles Risiko von zirka 9 Millionen DM auf sich genommen! Die Übernahme der Untersuchungskosten durch die Krankenkassen ist sehr wohl gesichert, jedoch bei Kassenpatienten nur auf Einzelanforderung möglich, bei Privatpatienten jederzeit, da diese PETUntersuchungen in der neuen GOÄ ab 1. Januar 1997 als eigenständige Ziffern aufgeführt sind.
Darüber hinaus muß festgestellt werden - und dies ist das wichtigste Anliegen meines Briefes -, daß eine PETUntersuchung sehr wohl zur medizinischen Grundversorgung bei bestimmten Fragestellungen heutzutage gehört. Sowohl die Schweizerische wie die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin haben in Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften der entsprechenden Arztgruppen hierfür klare Indikationslisten bei verschiedenen Erkrankungen im Rahmen der Diagnostik und Therapie von Hirnerkrankungen, Herzerkrankungen sowie von onkologischen Behandlungen aufgestellt . . .
Dr. med. H.-H. Weyer, EURO-PET GmbH, PET- Zentrum am Klinikum der Albert-Ludwigs-Universität, Hugstetter Straße 55, 79106 Freiburg
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