ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006Ärzteproteste: Mehr Selbstkritik
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LNSLNS Seit Jahren vermisse ich im Rahmen des berechtigten Unmutes über unsere Behandlung und Honorierung durch die Politik ein Mehr an Selbstkritik. Es ist meine Überzeugung, dass wir mehr Gewicht behalten hätten, wenn wir die Hausaufgaben besser gemacht hätten. So haben wir die ökonomische Kompetenz weitgehend verloren, weil zu lange abgehoben vom Ethos geredet wurde, ohne das Ethos der Wirtschaftlichkeit gegenüber den Beitragszahlern zu sehen. Wir bräuchten keine endlosen Debatten über Integrierte Versorgung und deren Vertragsungetüme etc., wenn die Kommunikation zwischen den Behandlern fließen würde und Arztbriefe aus Krankenhäusern nicht nach Monaten kämen und Überweisungen von Hausärzten ohne Angaben oder Vorbefunde. Wir haben es doch in der Hand, ob unnötige teure Untersuchungen veranlasst werden, ob PEG gelegt werden bei völlig moribunden Menschen, ob Klinikeinweisungen stattfinden, um Verantwortung abzuschieben auch bei sinnlosen Indikationen . . .
Dr. med. Eberhard Ruh, Talstraße 12, 78727 Oberndorf
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