ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006Dienstleister: Zustimmung!
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LNSLNS Dem Kommentar des Kollegen Dr. Gmelin „Wider den lächelnden Dienstleister“ kann ich nur aus vollstem Herzen zustimmen. Alle (noch) ärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen, sei es in Klinik oder Praxis, kennen nicht nur die zunehmende Verlagerung nichtärztlicher Aufgaben in den ärztlichen Verantwortungsbereich, sondern auch die unsäglichen „Erfindungen“ fachfremder Berufsgruppen zur „Steuerung“ ärztlichen Verhaltens, die der Kommentar dankenswerterweise auch gleich klar benennt: Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Disease-Management, DRGs.
Jeder kann diesen Begriffen noch gleich ein Dutzend andere aus eigener, leidvoller Erfahrung anfügen. Man könnte diese „Projekte“ auch als Ideologien im klassischen Sinn verstehen, als Systeme zur Herrschaftssicherung, also zur Umverteilung von Einfluss und Budgets. Die treffend als „Gutworte“ entlarvten Worthülsen der Gesundheitsbürokratie erinnern fatal an das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Es ist hohe Zeit, dass sich genügend Ärztinnen und Ärzte bereit finden, laut auszusprechen: Verwaltungsmedizin und Gesundheitsbürokratie sichern gut dotierte Sinekuren auf den Verwaltungsetagen, tragen aber kaum zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Dieser „Kaiser“ ist – um beim besagten Märchen zu bleiben – einfach nur nackt!
Peter Murmann, Lortzingstraße 23, 32545 Bad Oeynhausen
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