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LNSLNS Wie immer es sich nun ergeben hat, dass die Anzeige, der offene Brief oder die zu veröffentlichende Meinung der Frau Ge­sund­heits­mi­nis­terin in Ihrem werten Blatt nicht zum Abdruck gekommen ist. Ich finde es prima, dass das nicht geklappt hat. Nicht, dass man sich dem Gespräch verschließe, aber das DÄ sollte kein weisungsgebundenes Hohlorgan der Bundesregierung sein . . . Ich glaube, man muss jetzt nicht gleich den Begriff der Pressefreiheit bemühen, aber die Pressemitteilung aus dem Munde von Herrn Sprecher Vater lässt einmal mehr erahnen, wie empfindlich die von uns gewählten Profis der classe politique reagieren, wenn man sie nicht ausreichend hofiert. Ich bin der Meinung, dass auch „ein Brief einer Vertreterin des Verfassungsorgans Bundesregierung“ von einer Redaktion ausgiebig geprüft werden darf, wahrscheinlich sogar besonders innig geprüft werden muss, angesichts der besonderen Gewichtigkeit unserer Verfassung und der relativen Unwichtigkeit der jederzeit ersetzlichen Sachwalterin an der Spitze eines Ministeriums . . .
Dr. med. Michael Delcker, Birkenstraße 56, 14943 Luckenwalde
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