ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006Grundlagen der Speziellen Schmerztherapie. Medizin & Wissen

BÜCHER

Grundlagen der Speziellen Schmerztherapie. Medizin & Wissen

Junker, Uwe; Nolte, Thomas

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Schmerztherapie: Von A bis Z
Uwe Junker, Thomas Nolte (Hrsg.): Grundlagen der Speziellen Schmerztherapie. Medizin & Wissen. Urban & Vogel GmbH, München, 2005, 752 Seiten, zahlreiche Schwarzweiß-Abbildungen und Tabellen, 24 × 17 cm, gebunden, 89,95 €
Wie vermittelt man effiziente Schmerztherapie praxisnah? Am besten mit diesem Buch. Was ursprünglich als Begleitung zum Curriculum „Spezielle Schmerztherapie“ begann, endete folgerichtig als Lehrbuch der Schmerztherapie. 41 Autoren, fast alle erfahrene Schmerztherapeuten, führen den Leser auf 752 Seiten und in 41 Kapiteln informativ durch physiologische, diagnostisch-organisatorische Grundlagen und die verschiedenen Therapiemöglichkeiten der Schmerztherapie. Die Herausgeber haben es geschafft, das gesamte Spektrum der Schmerztherapie von A wie Akupunktur bis Z wie postzosterische Neuralgie in ausgewogener Weise zusammenzustellen, sodass alle speziellen Krankheitsbilder der Algesiologie verständlich werden.
Dabei ist der Aufbau systematisch und logisch, die Schilderungen sind anschaulich und begreiflich. Damit eignet sich dieses Lehrbuch sowohl zur Vorbereitung auf die Prüfung zur Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ als auch als Nachschlagewerk.
Praktischen Patientenbezug beweisen die Autoren mit gelungenen Kasuistiken, die den naturgemäß trockenen theoretischen Lernstoff mit Leben erfüllen. Darüber hinaus vertieft der Leser wichtige Aspekte der Schmerztherapie, wie pharmakologische Besonderheiten im Alter, Anwendungsbeschränkungen von nichtsteroidalen Antiphlogistika bei Kindern oder die Reintegration chronifizierter Schmerzpatienten mit LWS-Schmerzen mit GRIPS.
Die Inhalte sind aktuell, wie man an der Darstellung der Coxibproblematik erkennt. Darüber hinaus bezieht dieses Buch Stellung im Kampf gegen die institutionelle Herabwürdigung der Schmerztherapie, indem es die Unzulänglichkeiten der Honorierung im Kapitel „Abrechnung“ schildert – als ob die Verfasser die derzeitigen Ärzteproteste schon vorhergesehen hätten.
Fazit: ein empfehlenswertes Buch. Stefan Wirz
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema