ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006Medizingeschichte(n): HNO-Heilkunde – Aufmeißelung des Warzenfortsatzes

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Medizingeschichte(n): HNO-Heilkunde – Aufmeißelung des Warzenfortsatzes

Schott, H.

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LNSLNS Zitat: „Ich durchbohrte nämlich hinter beiden Ohren den partem mamillarem ossis temporum [1] durch die obere Lamelle mit einem kleinen spitzigen Instrumente, und spritzte in beide Oeffnungen etlichemahl laues Wasser ein, dieses lief sogleich wieder molkicht [2] aus den Nasenlöchern heraus, und in dem Augenblick verspürte die Frau eine Verminderung des Brausens und eine Vermehrung des Gehörs. Nachdem diese Einspritzung vier Tage lang täglich zweymahl wiederholt worden war, hatte sie ihr völliges Gehör wieder, und die gemachten Oeffnungen schlossen sich leicht und bald. Ein junges Frauenzimmer das nach einer hitzigen Krankheit vor fünf Jahren das Gehör auf dem linken Ohr verloren hatte, heilte ich durch diese Operation gleichfalls sehr glücklich.“

Friedrich Gottlieb Heinrich Fielitz: Beobachtungen. In: Richter's Chirurgische Bibliothek, Band 8 (3. Stück), Göttingen 1787, Seite 524 f. – Fielitz (1749–1820) wird hier als „Wundarzt zu Luckau in der Niederlausitz“ vorgestellt. Er war seit 1773 als Stadtchirurg und Armenarzt in Luckau tätig und verfasste zahlreiche medizinische Schriften. Hier schildert er ein neues operatives Verfahren, um Taubheit beziehungsweise schwere Hörstörungen zu beheben. – [1] Warzenfortsatz = Processus mastoideus. [2] Milchig-trüb.

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