ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006Nachsorge und Spättoxizitäten bei Hodentumoren: Schlusswort
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Zahlreiche Arbeitsgruppen beschäftigen sich auf der experimentellen, präklinischen Forschungsebene mit Risikoprofilen bei Keimzelltumoren des Hodens. Sowohl molekularbiologische wie auch virologische Ansätze können möglicherweise in der Zukunft der Risikoeinschätzung für okkulte Metastasen, vielleicht auch für das Risiko einer Chemotherapie-Resistenz dienen.
Der Artikel beschäftigt sich nun aber mit der Nachsorge und der Überwachung von Therapiefolgen. Hierzu müssen Untersuchungsverfahren ubiquitär verfügbar sein und sich auch im Rahmen des Gesundheitssystems abbilden lassen. Neben den handwerklich-ärztlichen Verfahren wie der Anamneseerhebung und der körperlichen Untersuchung sind dies derzeit die bildgebenden Untersuchungen und Blutanalysen.
Vor diesem Hintergrund stehen diverse experimentelle Verfahren – so
auch Antikörperuntersuchungen gegen HERV-K – nicht zur Verfügung und können deshalb für die allgemeine Anwendung noch nicht empfohlen werden.
Der interdisziplinäre Konsensus über die Diagnostik und Therapie von Keimzelltumoren des Hodens ist ein dynamischer Prozess, der rhythmisch unter den Kriterien der evidenzbasierten Medizin an die jeweils neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst wird. Es wird sich zeigen, welche Verfahren zukünftig in die Nachsorge integriert werden können.

Dr. med. Tobias Pottek
Abteilung Urologie
Bundeswehrkrankenhaus
Lesserstraße 180, 22049 Hamburg

Die Autoren der Diskussionsbeiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote