ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2006Wehrbeauftragter Reinhold Robbe: Auf Vertrauen angewiesen

VARIA: Personalien

Wehrbeauftragter Reinhold Robbe: Auf Vertrauen angewiesen

Rieser, Sabine

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Reinhold Robbe Foto: SPD
Reinhold Robbe
Foto: SPD
Das Amt des Wehrbeauftragten ist eine der wichtigsten und interessantesten Funktionen, die der Deutsche Bundestag zu vergeben hat“, hat Reinhold Robbe (51, SPD) kurz nach seinem Amtsantritt am 14. April 2005 betont. Nach dem Grundgesetz muss dieser zum „Schutz der Grundrechte und als Hilfsorgan des Bundestages bei der parlamentarischen Kontrolle“ über die Streitkräfte tätig werden.
Dazu ist Robbe regelmäßig bei den Soldaten im In- und Ausland unterwegs, wozu auch unangemeldete Truppenbesuche gehören. Darüber hinaus bearbeitet der Wehrbeauftragte jährlich etwa 6 000 Eingaben. Er schätze es, erklärte Robbe gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt, dass seine Klientel ihm „ein unglaublich großes Vertrauen entgegenbringt“. Über seine Erkenntnisse informiert er das Parlament jährlich. So verwies er kürzlich darauf, dass sich die medizinische Versorgung bei der Bundeswehr verschlechtert hat, weil immer mehr Sanitätspersonal für Auslandseinsätze abgezogen wird. „Grundsätzlich steht die Bundeswehr vor der Aufgabe, trotz knapper Kassen eine angemessene sanitätsärztliche Versorgung zu gewährleisten“, so Robbe.
Vor seiner Wahl wurden Vorbehalte laut, weil der langjährige Sicherheitspolitiker Zivil- und nicht Wehrdienst geleistet hatte. Heute würde er sich anders entscheiden, betonte Robbe. Aber als junger Mann habe ihm niemand erklären können, „weshalb ich im Verteidigungsfall auf meine Verwandten in Thüringen und Sachsen schießen sollte“.
Damit er auf dem Posten bleibt, joggt der gebürtige Ostfriese. Zur Entspannung sammelt er – „Elefanten und Biografien aller Art“. Rie
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