ArchivDÄ-TitelSupplement: ReisemagazinReisemagazin 1/2006Über Nacht in Berlin: Schlafen Sie gut!

Supplement: Reisemagazin

Über Nacht in Berlin: Schlafen Sie gut!

Dtsch Arztebl 2006; 103(14): [26]

Berg, Detlef

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In Berlin ist immer etwas los, und Berlin ist durchgehend geöffnet. Das Angebot an Hotels ist groß. Dabei gibt es einige individuelle Adressen zu entdecken.

Das ackselhaus – von „Rom“ bis „Jenseits von Afrika“
Hinter der ockergelben Fassade des behutsam renovierten Hauses aus der Gründerzeit am Prenzlauer Berg verbergen sich höchst individuell gestaltete Apartments und Zimmer. Sie sind allesamt nach unterschiedlichsten Themen eingerichtet: Im „Apartment Rom“ etwa schlafen die Gäste im nostalgischen Eisenbett mit Himmel, das „Herrenzimmer“ ist mit Sportgeräten aus den 1950er- und 60er-Jahren dekoriert, und die Suite „Jenseits von Afrika“ wirkt wie ein großes Zelt, das man am Abend im Busch aufschlägt. Korbmöbel und große Pflanzen sorgen für Safari-Atmosphäre. Zum Haus gehört auch ein schöner Innenhof mit Garten – mediterranes Flair mitten in Berlin.
Mit wasserblauem Anstrich präsentiert sich seit vergangenem Jahr der zweite Teil des stilvollen Apartmenthauses, das bluehome Berlin. Nur wenige Schritte vom ackselhaus entfernt bieten die Apartments einen gelungenen Stilmix aus Moderne und Tradition. Das Thema „Wasser“ ist allgegenwärtig – sei es in den großzügigen Bädern mit Regenwald-Duschen, der Wasserlandschaft im Innenhof oder eben in der Farbgestaltung der Fassade. Da ist es nur konsequent, wenn das hauseigene Café „Club del Mar“ heißt und mit leuchtenden Fischbildern und in der Wand eingelassenen Aquarien weitere maritime Akzente setzt.
ackselhaus, Belforter Straße 21, 10405 Berlin, Telefon: 0 30/44 33 76 33, Internet: www.ackselhaus.de, Apartments ab 66 Euro.

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Honigmond – manchmal quaken die Frösche
Angefangen hat alles mit der legendären Kneipe Borsig-Eck, zu DDR-Zeiten ein Treffpunkt für politische Oppositionelle. Wolf Biermann und Nina Hagen zählten zu den Stammgästen, die sich hier trafen, tafelten, feierten und mehr redeten als der Stasi lieb war. 1987 wurde das Lokal geschlossen. Erst nach der Wende öffneten sich die Türen wieder, und im Laufe der Jahre entstand das Honigmond- Restaurant, ein Lokal, in dem man zu zivilen Preisen gut traditionell essen kann. 1998 baute der Inhaber das Haus zu einer Herberge besonderer Art aus. Er legte die alten Wohnungen zusammen, restaurierte den Stuck und zog die Holzdielen ab. Es entstanden behagliche Zimmer, die mit antiken Möbeln und Originalgemälden liebevoll eingerichtet wurden. Einige Stücke stammen aus dem Theaterfundus, andere wurden auf Auktionen ersteigert.
Aufwendiger sind die Zimmer im Honigmond Garden Hotel, das 250 Meter vom Stammhaus an der Invalidenstraße 122 liegt. Deckenstuck mit restaurierter Malerei, alte Hobeldielen, großformatige Ölreplikate alter Meister, Prunkspiegel und Möbel im Kolonialstil überraschen den Gast. Im Innenhof
verbirgt sich ein paradiesischer Garten mit einem kleinen Teich und bequemen Terrassenmöbeln. Nichts ist zu hören vom
Verkehrslärm der lebhaften Invalidenstraße, nur der Brunnen plätschert leise, und manchmal quaken die Frösche.
Hotel Honigmond, Tieckstraße 12/Ecke Borsigstraße 28, 10115 Berlin, Telefon: 0 30/2 84 45 50, Internet: www.honigmond-berlin.de, EZ ab 59, DZ ab 79 Euro, im Honigmond Garden Hotel ab 89 bzw. 109 Euro inklusive Frühstück.

Louisa’s Place – Hort für Hotelmüde
Hinter der Hausnummer 160 verbirgt sich eine feine Residenz, ganz gleich, ob für Tage, Wochen oder Monate. Die herrschaftliche Herberge bietet 47 Suiten für Besucher, die hotelmüde sind und die private und ungestörte Atmosphäre des Hauses schätzen. „Unsere Gäste können Dienstleistungen wie Concierge-, Room- und Wäscheservice in Anspruch nehmen, müssen es aber nicht. Wahlweise kann der Gast auch in eigener Regie einkau-
fen und in den voll eingerichteten Küchen der Suiten für sich oder Freunde kochen und ein privates Essen geben. Auf Wunsch besorgen wir auch die Einkäufe, und wer mag, kann sich vom Personal des angeschlossenen Restaurants bekochen lassen“, beschreibt Geschäftsführer Sven Schimank das Konzept des Hauses.
Die 48 bis 102 Quadratmeter großen Suiten sind individuell gestaltet. Einige verfügen über zwei Schlafzimmer, andere bieten Balkone oder Wintergarten. Herzstück des Hauses ist die holzgetäfelte Bibliothek. Deckenhohe Bücherregale, gemütliche Sitzgruppen und ein Kamin laden zum Verweilen ein. Im Tiefparterre gibt es ein kleines Schwimmbad, auch ein Sauna- und Fitnessbereich sind vorhanden.
Louisa’s Place, Kurfürstendamm 160, 10629 Berlin, Telefon: 0 30/63 10 30, Internet: www.louisa's-place.de, Junior Suite ab 120 Euro. Detlef Berg

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