ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2006Verhaltensauffälligkeiten im Vorschulalter: Screeninginstrument ins Deutsche adaptiert

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Verhaltensauffälligkeiten im Vorschulalter: Screeninginstrument ins Deutsche adaptiert

PP 5, Ausgabe April 2006, Seite 176

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LNSLNS Den Mangel an Screeninginstrumenten, die von Erzieherinnen angewandt werden können, veranlasste die Autoren, den „Caregiver-Teacher Report Form for the ages 1,5–5 (C-TRF/1,5–5)“ von Achenbach zu adaptieren. Dieser Erzieherfragebogen dient der Erfassung von emotionalen und Verhaltensauffälligkeiten von Klein- und Vorschulkindern. Er enthält 100 Items, die in Syndromskalen, wie etwa „sozialer Rückzug“, „aggressives Verhalten“ und „körperliche Beschwerden“, zusammengefasst sind. Die Autoren konnten für die Erprobung des Fragebogens 46 Kindergärten in Dortmund mit insgesamt 1 050 Kindern im Alter zwischen drei und knapp sieben Jahren gewinnen. Die Erzieherinnen hatten die Aufgabe, das Verhalten von 20 bis 25 Kindern innerhalb der letzten beiden Monate mit dem Fragebogen zu beurteilen. Sie bestätigten dem Fragebogen eine gute Anwendbarkeit. Es zeigte sich eine kontinuierliche Abnahme der Probleme mit zunehmendem Alter der Kinder, die für Mädchen stärker ausgeprägt war als bei Jungen. „Dabei unterscheidet sich die Häufigkeit von emotionalen Störungen entgegen der landläufigen Meinung kaum zwischen Jungen und Mädchen“, so die Autoren. Generell war zu beobachten, dass bei jüngeren Kindern mehr Verhaltensauffälligkeiten und Befindensstörungen beschrieben wurden als bei älteren
Kindern und dass Jungen im Vergleich zu Mädchen als auffälliger beschrieben wurden. Dies führen die Autoren auf die deutlich höheren Raten von externalisierenden Störungen bei Jungen zurück. ms

Denner S, Schmeck K: Auffälligkeiten und Verhaltensstörungen im Vorschulalter. Zeitschrift für Kinder- und
Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 2005; 4: 307–17.

Prof. Dr. Klaus Schmeck, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie der Universität Ulm, Steinhövelstraße 5, 89075 Ulm, E-Mail: klaus.schmeck@medizin.uni-ulm.de
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