ArchivDeutsches Ärzteblatt7/1997Vilmar fordert Therapieplätze statt „Heroin auf Rezept“

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Vilmar fordert Therapieplätze statt „Heroin auf Rezept“

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS KÖLN. "Wer Heroin an Süchtige vergeben und Haschisch über Apotheken vertreiben will, schadet den Süchtigen und verharmlost die Gefahren, die von diesen Drogen ausgehen", kritisierte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Dr. med. Karsten Vilmar, die aktuellen Bundesratsinitiativen zur staatlichen Abgabe von Heroin und zum Haschischverkauf über Apotheken. Die von der Ländermehrheit vorgeschlagene Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zur ärztlich kontrollierten Verabreichung von Heroin würde außerdem die Methadon-Programme konterkarieren. Das angestrebte Ziel der Suchtfreiheit durch Therapie und Rehabilitation wäre nicht mehr zu erreichen. Vilmar betonte, es dürfe nicht Aufgabe des Staates sein, Suchtkranke mit Drogen zu versorgen. Statt dessen müsse nach Wegen gesucht werden, Rauschgiftabhängige aus ihrer Sucht zu befreien. Das scheitere jedoch besonders an der völlig unzureichenden Zahl von Therapieplätzen, für die vor allem die Länder verantwortlich zu machen seien. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote