ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2006Bürokratieabbau: Arbeitsgruppe tagt Mitte April

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Bürokratieabbau: Arbeitsgruppe tagt Mitte April

Dtsch Arztebl 2006; 103(15): A-968 / B-820 / C-792

Blöß, Timo

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Caspers-Merck will die Ärzte entlasten. Foto: Ipon
Caspers-Merck will die Ärzte entlasten. Foto: Ipon
Ansatzpunkte: DMP und die Qualitätssicherung
Das Arzneimittelsparpaket wird Ärzten ein gehöriges Maß an zusätzlicher Bürokratie bescheren. Dabei hat die Bundesregierung der Bürokratie im Gesundheitswesen den Kampf angesagt. „Wir müssen die Strukturen verändern, die die Gesundheitsberufe belasten“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merck anlässlich des Weltgesundheitstages 2006. „Wir können es uns angesichts knapper Ressourcen nicht leisten, dass Gesundheitsberufe mit vermeidbarem bürokratischem Aufwand belastet werden“, betonte sie. Deswegen werde am 19. April erstmals eine zwölfköpfige Arbeitsgruppe unter anderem mit Vertretern aus Bundes­ärzte­kammer, KBV, Krankenkassen und Marburger Bund mögliche Entbürokratisierungsmaßnahmen beraten. Bis Ende Mai sollen die Vorschläge in die große Runde der Gesundheitsreform eingespeist werden. Hauptziel sei, den Dokumentationsaufwand bei den Disease-Management-Programmen und der Qualitätssicherung zu verringern.
Zugleich sollen die „starren Hierarchien“ in den Gesundheitsberufen gelockert werden. Die guten Qualifikationen von Krankenschwestern und Altenpflegern würden aufgrund des Arztvorbehalts häufig nicht voll genutzt. Im europäischen Ausland sei dies teilweise besser geregelt: „Die skandinavischen Länder machen es uns vor – sie setzen mehr auf Teamarbeit“, sagte Caspers-Merck. TB
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