ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2006Prof. Dr. med. Fritz A. Henn: Nach zwölf Jahren zurück in die USA

VARIA: Personalien

Prof. Dr. med. Fritz A. Henn: Nach zwölf Jahren zurück in die USA

Maus, Josef

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Fritz A. Henn Foto: DGPPN 2005
Fritz A. Henn
Foto: DGPPN 2005
Zwölf Jahre sind eine Zeitspanne, in der man vieles bewirken kann. Prof. Dr. med. Fritz A. Henn ist das gelungen. Der Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim und Lehrstuhlinhaber für das Fach Psychiatrie an der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg hat das internationale Renommee des Zentralinstituts als herausragende Forschungseinrichtung nachhaltig gefestigt. Die Bewilligung eines dritten Sonderforschungsbereichs am Institut und die Federführung in mehreren Kompetenznetzen sind Belege dafür.
Prof. Henn wurde am 26. März 65 Jahre alt – und wechselt in den (Un-)Ruhestand in sein Geburtsland, die USA. Dort begann Henn, der zunächst Biologie und dann Medizin studierte, auch seine berufliche Laufbahn. Er leitete mehrere psychiatrische Kliniken und Forschungseinrichtungen – unter anderem das Forschungsinstitut für Seelische Gesundheit an der State University of New York at Stony Brook.
In Mannheim war er als Nachfolger des Institutsgründers, Prof. Dr. med. Heinz Häfner, seit 1994 tätig. Henn entwickelte sowohl die Krankenversorgung als auch die Forschungsausrichtungen des Instituts weiter. Die bis dahin eher epidemiologischen Forschungsschwerpunkte wurden von neurobiologischen und bildgebenden Forschungsansätzen abgelöst. Zu Henns großen Verdiensten zählt ferner die Etablierung des bislang einzigen deutschen Lehrstuhls für Suchtforschung.
Ende des Monats wird der verdiente Wissenschaftler das Zentralinstitut verlassen. Hier hat er die Altersgrenze erreicht, in den USA kann und soll es weitergehen: als Kodirektor am Brookhaven National Laboratory für den Bereich Lebenswissenschaften. In dieser Funktion wird sich Henn wieder verstärkt der Forschung widmen. Kooperationen mit dem Zentralinstitut und der Austausch von jungen Wissenschaftlern werden den Kontakt zu Deutschland weiterhin aufrechterhalten. Josef Maus
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