ArchivDeutsches Ärzteblatt7/1997VFA fordert Ende der Arzneimittelbudgets

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

VFA fordert Ende der Arzneimittelbudgets

Korzilius, Heike

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LNSLNS BONN. Ein Ende der Arzneimittelbudgets forderte Dr. Horst Freisler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), anläßlich der Mitgliederversammlung des Verbandes Ende Januar in Bonn. Die Sparbemühungen der Ärzte Ende letzten Jahres hätten die Mitgliedsunternehmen deutlich gespürt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien in den Monaten November und Dezember die Umsätze auf dem Apothekenmarkt um 6,1 beziehungsweise 6,8 Prozent zurückgegangen. Zugleich kritisierte Freisler die Vorschläge einiger Krankenkassenverbände, Arzneimittelbudgets und Festbeträge weiter abzusenken.
Als wichtiges politisches Signal für den Pharmastandort Deutschland begrüße der VFA die Herausnahme der Arzneimittel mit patentgeschützten Wirkstoffen aus der Festbetragsbildung und die Zurücknahme der Importförderklausel. Die Politik tue sich allerdings noch schwer mit dem VFA-Modell einer indikationsbezogenen Dreiteilung des Arzneimittelmarktes. Eine Emnid-Umfrage im Auftrag des Verbandes habe jedoch ergeben, daß weite Teile der Bevölkerung ein solches Konzept anstelle von Beitragserhöhungen mittragen würden.
Um die Pharmastandorte Deutschland und Europa zu sichern, müsse möglichst schnell eine europäische Biopatentrichtlinie verabschiedet werden, damit auch Ergebnisse der gentechnologischen Forschung ausreichend geschützt würden. Zudem müsse das Problem der Re- und Parallelimporte gelöst werden. HK
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