ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2006Afrika-Malariatag: Mehr Geld für Forschung nötig

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Afrika-Malariatag: Mehr Geld für Forschung nötig

Korzilius, Heike

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Malaria-Aufklärung in Uganda: Dort sterben zwei von zehn Kindern unter fünf Jahren an der Erkrankung. Foto: laif
Malaria-Aufklärung in Uganda: Dort sterben zwei von zehn Kindern unter fünf Jahren an der Erkrankung. Foto: laif
Bernhard-Nocht-Institut: jährlich eine Million Malaria-Tote
Anlässlich des Afrika-Malariatages am 25. April ruft die Roll Back Malaria Initiative die internationale Staatengemeinschaft auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und Solidarität in Form von finanzieller, logistischer und wissenschaftlicher Hilfe im Kampf gegen die Malaria zu üben. Getragen wird die Initiative von der Welt­gesund­heits­organi­sation, Unicef, dem United Nations Development Programme und der Weltbank.
Nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin fallen dem Erreger der Malaria tropica, Plasmodium falciparum, jährlich mehr als eine Million Menschen zum Opfer. Mehr als 90 Prozent der Todesfälle betreffen Kinder unter fünf Jahren in Afrika. In Anbetracht effektiver Therapiemöglichkeiten und wirksamer Präventivmaßnahmen sei dies nicht zu akzeptieren, so das Bernhard-Nocht-Institut. Eine der Forderungen des diesjährigen Afrika-Malariatages lautet deshalb, die hochwirksamen und nebenwirkungsarmen Kombinationstherapien, die auf Artemisin, dem Inhaltsstoff der chinesischen Heilpflanze Artemisia annua, basieren, für jedermann erschwinglich zu machen.
Eine viel versprechende Entwicklung zeigt sich nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts bei der Impfstoffentwicklung. Eine erste Studie in Mosambik zu der Malaria-Vakzine RTS/S zeige eine prolongierte signifikante Reduktion von Malariaepisoden und schwerer Malaria im Kleinkindalter zwischen 30 bis 50 Prozent. Weitere multizentrische Studien an mehreren afrikanischen Forschungszentren sollen mehr Informationen zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser Impfung erbringen. Fortschritte auf dem Weg zur Eindämmung oder Eradikation der Malaria seien aber nur durch die Mobilisierung von Spenden und Kapital aus den Industriestaaten zu erreichen. Spendeninformationen: www.rbm.who.int, www.unfoundation.org/donate/malaria.asp, www.worldswimformalaria.com/de/Homepage.aspx, www.weltweite-aktion-gegen-armut.de, www.bni-hamburg. de/freunde. HK
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