ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2006Gesundheitsreform: Nicht unsere Aufgabe
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LNSLNS Dr. med. Jörg A. Rüggeberg sagt, dass es Aufgabe der Ärzteschaft sei, eine Definition eines Grundleistungskatalogs für die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung zu erarbeiten. Darüber hinaus sollen freiwillige Zusatzversicherungen möglich sein, aber auch Eigenbeteiligung der Patienten im konkreten Behandlungsfall. Im Ansatz bin ich mit der vorgeschlagenen Lösung sicherlich einverstanden. Nicht einverstanden bin ich aber damit, dass die Ärzte den derzeitigen Leistungskatalog der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) durchforsten und reduzieren sollen. Dies ist nicht unsere Aufgabe. Eine solche Reduktion des Leistungskatalogs ist alleinige Aufgabe der Krankenkassen oder ggf. des Gesetzgebers. Auch Herr Prof. Dr. Hoppe, Präsident der Bundes­ärzte­kammer, ist gegen eine Reduzierung des Leistungskatalogs durch Ärzte. Ich protestiere auch dagegen, dass der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte von Herrn Kollegen Rüggeberg vereinnahmt wird. Wir haben weder eine Aufforderung zu dieser Stellungnahme erhalten noch dieser Veröffentlichung zugestimmt. Möglicherweise betrifft dies auch andere Berufsverbände.
Dr. med. Michael P. Jaumann,
1. Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V., Haart 221,
24539 Neumünster
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