ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2006Nordkorea: Nicht standesgemäß
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LNSLNS . . . Nordkorea ist eines der 13 Länder, für das die UN der „Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights“ zurzeit ein Mandat erteilt hat. Die Liste der Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen gegen dieses Land ist entsprechend lang. Einen Wissensaustausch auch mit so einem Land halte ich für sehr ehren- und unterstützenswert. Aber ich halte es für nicht standesgemäß (sic!), das Doppelporträt der Kims auf der Frontseite mit einem euphemistischen „Mit dem Reisigbesen ins Atomzeitalter“ abzudrucken und im Heftinneren unter „Themen der Zeit“ vier harmlose Artikel zum Thema zu veröffentlichen, von denen der einzig ansatzweise kritische („Die Zeit steht still“ von Frau Korzilius) nur in der Internetausgabe ungekürzt zu lesen ist. Die Diplomatie in Ehren, für uns als Ärzte und somit auch für das DÄ ist es geschichtlich begründete Pflicht, Menschenrechtsverletzungen mit fester Stimme beim Namen zu nennen. Bei der Gelegenheit werde ich das gleich mal vormachen: Die Volksrepublik Nordkorea lässt ihre Bürger verhungern.
Dr. med. Alexander Oprée, Münsterstraße 10, 59348 Lüdinghausen
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