ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2006IQWiG-Ressortchefin Hilda Bastian: Für den informierten Patienten

VARIA: Personalien

IQWiG-Ressortchefin Hilda Bastian: Für den informierten Patienten

Dtsch Arztebl 2006; 103(16): A-1095 / B-927 / C-897

Hibbeler, Birgit

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Hilda Bastian Foto: IQWiG
Hilda Bastian
Foto: IQWiG
Wer in die Internetsuchmaschine Google den Begriff „Darmkrebs“ eingibt, erhält mehr als eine Million Treffer. Patienten, die sich über ihre Erkrankung informieren wollen, landen oftmals in einem Daten-Dschungel. Seit Februar bietet das Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Seite www.gesundheitsinfor mation.de an. Chefredakteurin und Leiterin des Ressorts Patienteninformation ist seit Oktober 2005 Hilda Bastian.
Die 45-jährige Australierin arbeitet bereits mehr als 20 Jahre auf internationaler Ebene als Patientenvertreterin. Bastian gründete unter anderem das Konsumentennetzwerk der Cochrane Collaboration – einen internationalen Zusammenschluss von Wissenschaftlern, der sich an evidenzbasierter Medizin orientiert. Außerdem war sie für die Website „Informed Health Online“ tätig und Mitglied der „Patient Avisory Group“ des British Medical Journal.
Ihre berufliche Laufbahn sei sicherlich ungewöhnlich, meint Bastian. Eigentlich ist sie ausgebildete Gerichtsstenografin. Doch sie weiß aus eigener Erfahrung als Patientin, wie schwierig es ist, sich über Gesundheitsthemen zu informieren und eine Antwort auf die Frage zu finden: „Wer hat nun eigentlich Recht?“
Bastian ist als englische Muttersprachlerin für ihre Aufgabe beim IQWiG prädestiniert, nicht nur weil die meisten Publikationen auf Englisch verfasst sind. Die neue Website soll künftig zweisprachig abrufbar sein.
Mittlerweile spricht Bastian fließend Deutsch. Doch schon vor Ihrer Arbeit beim IQWiG hatte sie einen Bezug zu ihrer neuen Heimat: Ihre Großeltern waren deutsche Auswanderer. Manche Dinge bleiben für sie allerdings gewöhnungsbedürftig: „Die langen Winter sind ein bisschen viel für eine Australierin.“ Doch sie habe dafür eine Entschädigung gefunden: „deutschen Kuchen und den Weihnachtsmarkt“. Birgit Hibbeler
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