ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2006Jentsch wechselt nach Berlin: Kritische Masse an Wissenschaft

VARIA: Personalien

Jentsch wechselt nach Berlin: Kritische Masse an Wissenschaft

Dtsch Arztebl 2006; 103(16): A-1095 / B-927 / C-897

Paulsen, Wiebke

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Thomas Jentsch Foto: privat
Thomas Jentsch
Foto: privat
Die „kritische Masse an Wissenschaft“ und der hervorragende Campus, so Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Thomas Jentsch, reizen ihn, nach Berlin zu wechseln: Der weltweit renommierte Neurobiologe wird im Sommer 2006 das Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg verlassen und am Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin arbeiten. Dort wird er die Abteilung „Physiologie und Pathologie des Ionentransports“ am FMP leiten.
Jentsch konnte mit seinen Mitarbeitern bereits vor einigen Jahren das Gen für einen spannungsabhängigen Chloridkanal identifizieren. In Zusammenarbeit mit Humangenetikern ist es ihm darüber hinaus gelungen, die erblichen Ursachen für mehrere Formen der Muskelsteifheit (Myotonia congenita) und Nierenerkrankungen zu beschreiben.
Außerdem entdeckte er, dass Mutationen in Kaliumkanälen die Ursache einer bestimmten Form der Neugeborenen-Epilepsie sind. Für seine Arbeit erhielt Jentsch viele Auszeichnungen aus dem In- und Ausland, darunter 1995 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und den Homer W. Smith Award 2004.
Geboren 1953 in Berlin, studierte Jentsch dort an der Freien Universität Physik und Medizin. 1986 bis 1988 arbeitete er am renommierten Whitehead Institute des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA.
Anschließend war er am Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg tätig. Dort arbeitet Jentsch seit 1993 als Direktor des Instituts für Molekulare Neuropathobiologie. Wiebke Paulsen
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