ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2006Rehabilitation: Rückkehr ins Erwerbsleben verwehrt
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Foto: Caro
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Der Autor spannt in seinem Beitrag den Bogen von der Vergangenheit (Tuberkulose als Hauptindikation für Rehabilitation) bis in die Zukunft (Sonderprogramme für ältere Arbeitnehmer) und greift für die Gegenwart IRENA und das QM heraus. Was mir fehlt, ist das kritische Ansprechen des Dilemmas, wenn ,,die Rückkehr und der dauerhafte Verbleib der Versicherten im Erwerbsleben“ als Ziel der Rehabilitation genannt werden. Er geht leider nicht darauf ein, dass genau dieses Ziel durch die prekäre Arbeitsmarktsituation Tausenden verwehrt ist und Rehabilitation deswegen auch nicht zum Erfolg führen kann. Die Aussichtslosigkeit auf einen Arbeitsplatz ist ein wesentlicher teilursächlicher Faktor für die Chronifizierung und somit für bleibende Minderungen von Funktionen und Fähigkeiten. Wenn es bei der ganzheitlichen Betrachtung in der Rehabilitation dabei bleibt, „auch Fragen des beruflichen und sozialen Umfeldes“ miteinzubeziehen, dann sollte Ganzheitlichkeit auch noch auf einer anderen Ebene stattfinden, die ich mir unter Zusammenführung von Politik, Wirtschaft und Rehabilitation vorstellen möchte . . . Ein sinnerfülltes Leben setzt Selbstbestimmung durch wirtschaftliche Eigenständigkeit voraus. Das Wiedererlangen von Leistungsfähigkeit ohne Arbeitsplatz macht keinen Sinn, Depression und psychosomatische Störsyndrome bleiben ohne eine solche Aussicht unbehandelbar. Sollte die erfolgte Zusammenführung der Rentenversicherungsträger unter der Präsidentschaft des Autors geeignet sein, das Problem in bisher nicht da gewesener Qualität anzugehen? Es wäre wünschenswert. Das Erschließen der Ressourcen hinsichtlich der älter werdenden Arbeitnehmer steht erst danach an . . .
Dr. med. Hans-Peter Foertsch, Bickbeerngrund 2, 29614 Soltau
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