ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2006Interview: Schlag ins Gesicht
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LNSLNS Wenn das DÄ die Bundespsychotherapeutenkammer als Ansprechpartner der Politik für psychische Erkrankungen bezeichnet, bedeutet das für mehr als 20 000 Nervenärzte und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie sowie ärztliche Psychotherapeuten in Klinik und Praxis einen Schlag ins Gesicht. Allzu leicht wird suggeriert: Psychologe für die Psyche, Arzt für den Körper. Ich denke, das wollen beide Berufsgruppen nicht. So begrüßenswert die Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung mit Richtlinienpsychotherapie durch das Psychotherapeutengesetz auch ist, als „Kollateralschaden“ hat dies ungewollt zur Verschlechterung der Versorgung von Menschen mit z. B. chronischen oder rezidivierenden psychischen Erkrankungen geführt, die zusätzlicher Angebote (komplexe Psychopharmakotherapie, sozialpsychiatrische und rehabilitative Behandlung) neben oder statt der Richtlinienpsychotherapie bedürfen.
Dr. Christa Roth-Sackenheim, Breite Straße 63, 56626 Andernach
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