ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2006Störungen des Säure-Basen-Haushalts: Rationale Diagnostik und ökonomische Therapie: Umweltfaktoren beachten

MEDIZIN: Diskussion

Störungen des Säure-Basen-Haushalts: Rationale Diagnostik und ökonomische Therapie: Umweltfaktoren beachten

Dtsch Arztebl 2006; 103(17): A-1154 / B-976 / C-941

Duhme, Heidje

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LNSLNS Kann man heute wirklich noch davon ausgehen, dass der Säure-Basen-Haushalt ausschließlich – bis auf die dargelegten Ausnahmen – atembedingt reguliert wird? Ernährungsgewohnheiten wie reichlicher Mineralwasserkonsum unter anderem CO2-haltiger Getränke, Fleisch- und Zuckerkonsum verbunden mit Bewegungsarmut und Stress wirken sich mit Sicherheit auf die basische Pufferkapazität und damit auch auf die Kalziumverwertung im Organismus sowie die Elastizität der Blutgefäße aus. Und natürlich bewirkt Stress auch eine Verringerung des Atemvolumens. So wie die Natur auf den erhöhten CO2-Anfall in der Atmosphäre mit saurem Regen reagiert, kann unser Organismus bei dauerhaftem Überschreiten sei-
ner Kompensationsmöglichkeiten mit Osteoporose, Gelenk-, Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt unter anderem reagieren. In meiner ärztlichen Ausbildung haben wir leider nicht gelernt, solche selbstverständlichen Zusammenhänge in Betracht zu ziehen; dem Patienten leuchten sie unmittelbar ein beziehungsweise sie fragen selbst nach der Möglichkeit solcher Zusammenhänge. Veröffentlichungen über die Interferenz von Atmungs- und Stoffwechselbedingungen sind kaum aufzutreiben, weil die klassische Medizin nicht von systemischen Konzepten ausgeht.

Dr. med. Heidje Duhme
Sierichstraße 56
22301 Hamburg
Literatur
1. Vasey C: Das Säure-Basen-Gleichgewicht. Die Quelle für Vitalität und Wohlbebfinden. München: Midena 1995.
2. Jörgensen HH: Sind wir wirklich alle übersäuert? Der Naturarzt 2004; 3: 16–9.

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