ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2006Unfallversicherung: Kein Geld bei Tauchunfall

Versicherungen

Unfallversicherung: Kein Geld bei Tauchunfall

Dtsch Arztebl 2006; 103(17): [91]

rco

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LNSLNS Bei den meisten Tauchunfällen handelt es sich nicht um Unfälle im Sinne der maßgeblichen Definition. Im Zusammenhang mit dem Schutz, den eine Unfallversicherung bietet, ist definiert, wann ein Unfall vorliegt. Und so steht es in den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen: „Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis/Unfallereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“ In der Praxis muss also das „Unfallereignis“ innerhalb eines kurzen Zeitraums eintreten. Auch Unfälle, die im Zusammenhang mit Bewusstseinsstörungen geschehen, sind von einer Leistung ausgenommen. Beides spielt beim Tauchen oft eine bedeutende Rolle: Die Gesundheitsschädigungen beim Tauchen geschehen meist allmählich, etwa beim Auftauchen. Nicht selten sind Bewusstseinstrübung und schließlich Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel Ursache für den Unfall. Auch Gesundheitsschädigungen durch Umwelteinflüsse oder durch Dauerbelastung im Sport stellen demnach keine Unfälle im Sinne der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen dar. Wird der Taucher aber bei einer Hai-Attacke oder durch eine Schiffsschraube verletzt, leistet die private Unfallversicherung. rco
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