ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2006Versorgung: Neuanfang statt Praxisübernahme
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LNSLNS Der Ärztemangel ist allein hausgemacht, Studenten gibt es genug. Nur diese wollen nicht mehr Hausarzt sein und haben dafür gute Gründe: Wer eine Praxis übernimmt, haftet auch für die in Niedersachsen besonders hohen Regresse des abgebenden Arztes (in meinem Fall rund 600 000 Euro – das ist kein Schreibfehler). Statt einer Umsatzgarantie sollte die KVN für diese Regresse haften . . . Fazit: Ein niederlassungswilliger Arzt soll niemals eine Praxis übernehmen, sondern komplett neu anfangen. Wer nur Kranke behandelt, kann davon die Kosten seiner Praxis nicht bezahlen. Zum Erhalt eines Lebensstandards, der dem eines Studienrats vergleichbar ist, muss er seinen Patienten IGeL-Leistungen verkaufen und Privatpatienten behandeln. Mehrarbeit, auf dem Lande sehr üblich, bringt nicht mehr Geld.
55-jährige Ärzte erhalten keine Kassenzulassung mehr.
68-jährige Ärzte bekommen diese entzogen. Dies sind nur die wichtigsten Fakten.
Dr. med. Ulrich Rendenbach, Seminarleiter Weiterbildung Allgemeinmedizin, Barckefeldtstraße 17, 37115 Duderstadt
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