ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2006Bali: Insel der Götter

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Bali: Insel der Götter

Dtsch Arztebl 2006; 103(18): A-1237 / B-1051 / C-1011

Scheiper, Renate V.

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Schutzgeister in Hotelanlage mit Opfergaben Foto: Renate V. Scheiper
Schutzgeister in Hotelanlage mit Opfergaben Foto: Renate V. Scheiper
Auf den ersten Blick wirken sie wie Vogelhäuschen – die vielen kleinen Schreine, die im Hof eines jeden Hauses und in jedem Tempel zu sehen sind. Sie dienen der Verehrung von Göttern und Ahnen, die täglich mehrmals mit kleinen Opfergaben und Räucherstäbchen erfreut werden. Doch auch die Dämonen dürfen nicht vergessen werden, damit das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse erhalten bleibt. Gusti, der balinesische Guide, führt mich in ein Privatgrundstück in Penglipuran, wo sich Touristen gegen einen Obolus einen Eindruck verschaffen dürfen. Wichtigster Teil ist der Bereich mit den Schreinen, wo die Hausfrau Früchte und Räucherstäbchen verteilt. Es folgt der Wohn- und Schlafbereich. Im rückwärtigen, „unsauberen“ Teil unter schattigen Bäumen sind Hühner und meist ein Schwein sowie Toilette und Abfall untergebracht.
Unterwegs zurück durch Hügellandschaft zum bei Ubud gelegenen Four Seasons Resort Bali at Sayan, dessen Villen sich uneinsehbar wie Vogelnester hoch über ei-nem Flusstal verstecken, halten wir an Reisfeldern. Büschelweise werden die Halme mit der Hand geschnitten und die Ähren auf Bastmatten auf den Feldern per Hand „gedroschen“. Auf dem Feld nebenan wird Reis gepflanzt. So ist zweimal pro Jahr die Ernte gesichert, die bei der Lage Balis acht Grad südlich des Äquators nicht von Jahreszeiten abhängig ist.
Eindrucksvolle Tempel
Auch zum Haupttempel Pura Besakih zu Füßen des Götterberges Agung, der meist in Nebel gehüllt ist, lohnt ein Ausflug. Dreißig großflächige Tempelanlagen wetteifern miteinander, zu denen täglich Gläubige mit ihren Opfergaben pilgern. In Scharen zieht dieses Heiligtum auch Touristen an, die nicht ohne den um die Hüften geschlungenen Sarong und die gelbe Schärpe eingelassen werden. Auf dem Markt im touristischen Ubud kann man sie preiswert erstehen.
Der wohl eindrucksvollste Tempel ist der am Ufer auf einem Felsen thronende Tanah Lot, vom Wasser umspült. Dorthin gelangt man vom auf der südlichen Halbinsel am Indischen Ozean gelegenen Four Seasons Resort Bali at Jimbaran Bay. Die Wellen des Ozeans branden an den Felsen. Bei Ebbe kann man hinüberwaten zu der Höhle, in der heilige Schlangen hausen sollen. Besonders abends zum Sonnenuntergang finden sich Menschenansammlungen hier ein. Fast einsam dagegen ist es beim ebenfalls auf steilem Fels hoch über dem Wasser balancierende Tempel Ulu Watu. Er ist fest in der Hand von Affen.
Beim Fischmarkt im Dörfchen Jimbaran pflegt der Koch des Resorts täglich frische Köstlichkeiten einzukaufen. Pünktlich zum Sonnenuntergang führen Tänzerinnen aus dem Dorf vor dem Hintergrund des vergoldeten Meeres ihre traditionellen Mythen aus dem Ramayana vor. Renate V. Scheiper


Reise-Tipps
Ein Visum wird bei Einreise für 25 US-$ erteilt. Der Reisepass muss noch sechs Monate gültig sein.
Hotels: Informationen über die zwei Four Seasons Resorts unter der kostenfreien Telefonnummer: 0 08 00/64 88 64 88. www.fourseasons.com.
Anreise: Cathay Pacific fliegt täglich ab Frankfurt via Hongkong nach Denpasar. www.cathaypacific.com.
Seit Ende 2004 bietet der Reiseveranstalter Marco Polo auch auf Bali „Individuelle Reisen ohne Gruppe“ an. Informationen und Katalog unter Telefon: 0 89/1 50 01 90; E-Mail: contact@marco-polo-reisen.com; www.marco-polo-reisen.com oder in Reisebüros.
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