ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2006Hans-Werner Müller 90 Jahre alt: Engagement mit Weitblick

VARIA: Personalien

Hans-Werner Müller 90 Jahre alt: Engagement mit Weitblick

Dtsch Arztebl 2006; 103(18): A-1241 / B-1053 / C-1013

Hibbeler, Birgit

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Hans-Werner Müller Foto: Archiv/privat
Hans-Werner Müller Foto: Archiv/privat
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hans-Werner Müller ist am 29. April 90 Jahre alt geworden. Der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie öffentliches Gesundheitswesen und Landesrat a. D. aus Meerbusch war viele Jahre Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG). Darüber hinaus hat er sich über Jahrzehnte in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens und der Sozialpolitik engagiert. Unter anderem setzte er sich für die Humanisierung der Psychiatrie und die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte ein.
Der gebürtige Saarbrücker begann seine berufliche Laufbahn 1945 zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, zuletzt als kommissarischer Leiter des Instituts für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik. In der Folge wurde er Oberregierungs- und Obermedizinalrat im Sozialministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1953 bis 1971 war Müller als Landesobermedizinaldirektor beziehungsweise Landesrat und Gesundheitsdezernent beim Landschaftsverband Rheinland in Köln tätig.
Zum DKG-Hauptgeschäftsführer wurde Müller 1971 gewählt, gleichzeitig auch zum Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. Beide Ämter hatte er bis zu seiner Pensionierung 1984 inne. Müllers Kompetenzen wurden jedoch auch außerhalb dieser Verbände geschätzt: Von 1972 an war er Mitglied des Bundesgesundheitsrates und der Großen Krebskommission des Bundesministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit, außerdem des Ärztlichen Sachverständigenbeirates für Krankenhausfragen beim Bundesarbeitsministerium. Zwölf Jahre war Müller als Dozent an der Akademie für Staatsmedizin in Düsseldorf tätig, daneben als Lehrbeauftragter an der Medizinischen Fakultät der Technischen Hochschule Aachen.
Auch nach seiner Pensionierung engagierte Müller sich: Von 1984 bis 1993 war er Präsident der Deutschen Zentrale für Volksgesundheitspflege e.V. (DZV) in Frankfurt am Main. Zugleich war er Vorsitzender des Fachausschusses „Seelische Gesundheit“ der DZV. Für sein großes Engagement wurde Müller wiederholt ausgezeichnet. So wurde ihm unter anderem das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Birgit Hibbeler
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